Sportpark: Stadt legt die Hand auf Grundstücke

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
Reitstadion Sportpark Soers
Ein Vorkaufsrecht für weite Teile der Soers soll die Entwicklung in diesem Bereich sichern. Insbesondere die Erweiterung des Reitstadions ist dabei im Blick. Foto: imago

Aachen. Der Countdown läuft. Schließlich sind zweieinhalb Jahre wie im Fluge vorüber, wenn man ein internationales Sportgroßereignis vorzubereiten hat. Und natürlich gibt es reichlich zu tun, bevor im August 2015 der Aufgalopp zu den Reit-Europameisterschaften in der Soers auf dem Programm steht.

 Nicht nur, aber auch mit Blick auf genau dieses Mega-Event ruft der ALRV schon seit geraumer Zeit mahnend: „Wir brauchen mehr Platz!“ Das heutige Gelände reicht nicht einmal für den CHIO, denn manche Vorschrift des Weltverbandes lässt sich dort nicht umsetzen. Folge: Man muss ständig Ausnahmegenehmigungen hinterherlaufen. Das soll ein Ende haben. Die Frage lautete allerdings stets: Wo sollen die nötigen Flächen herkommen? Rund ums Stadion sind alle größeren Grundstücke vergeben – vom Eisenbahner SV über die Eissporthalle bis zum Polizeipräsidium. Der OB hat stets betont, dem ALRV helfen zu wollen. Doch auch er kann die Grundstücke nicht herzaubern. Zumindest aber gibt es jetzt in Sachen Unterstützung einen Aufschlag der Stadt. Sie will sich für alle Grundstücke in einem großen Gebiet rund ums Stadion das Vorkaufsrecht sichern.

Polizeipräsidium im Visier

Es muss voran gehen. Denn laut einer Vorlage für den Planungsausschuss ist zum Beispiel der Bau von Stallungen für die Gespanne für die EM zwingend erforderlich. Daneben werden Abstellmöglichkeiten für die Transporter benötigt. Aber auch darüber hinaus bestehe seitens des ALRV der Bedarf sich auszudehnen. Was zum einen abhängig ist von der Nähe der nötigen Grundstücke zum Stadion, zum anderen aber von deren Verfügbarkeit. Die Stadt will jetzt zumindest dafür sorgen, dass sie die Hand auf eine Fläche legen kann, wenn diese nicht mehr benötigt wird. Das könnte insbesondere in Sachen Polizeipräsidium interessant werden. Da ist noch nichts entschieden, hinter den Kulissen heißt es jedoch, dass nur noch wenige Grundstücke für einen Neubau im Gespräch sind. darunter eine städtische Fläche an Strangenhäuschen. Hier hatte die SPD schon einmal einen Flächentausch mit dem Land vorgeschlagen.

Viele kleine Flächen

Insgesamt, so heißt es seitens der Verwaltung, gebe es zwar – neben der Stadt selbst – eine Vielzahl von kleineren Grundstücken mit unterschiedlichen Eigentümern in dem Bereich. Möglicherweise biete sich aber irgendwann die „Chance zu einer großflächigeren Entwicklung“. Das städtische Vorkaufsrecht könnte dazu beitragen. Die Stadt muss im Fall der Fälle nicht zwangsläufig zugreifen, sie kann es aber dann leichter.

Erstrecken soll sich das Gebiet der Vorkaufssatzung zwischen Krefelder Straße, Tivoli, Soerser Weg und Eulersweg, wobei es noch einen Schlenker nach Norden Richtung Wildbach und Stadtgärtnerei geben soll. Beraten wird darüber der Planungsausschuss, bevor der Stadtrat das letzte Wort hat.

Beim ALRV laufen derweil die Planungen für den Ausbau des Dressurstadions auf Hochtouren. Nach dem CHIO soll Baubeginn, im Jahr darauf zum CHIO Fertigstellung sein. Und dann müsste es wohl bald auch schon losgehen mit den anderen Neubauten. So die Flächen dafür gefunden werden. Die Zeit drängt jedenfalls.

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