Aachen - Sportliches Ehrenamt: Seit 22 Jahren mit Herzblut bei der Sache

Sportliches Ehrenamt: Seit 22 Jahren mit Herzblut bei der Sache

Von: Katrin Fuhrmann
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Sport ist sein Steckenpferd: Dieter Fischer ist seit 22 Jahren im sportlichen Bereich ehrenamtlich tätig. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Fußball bestimmt seit Kindertagen das Leben vom heute 63-jährigen Dieter Fischer. Das kleine runde Ding selbst und selbstverständlich der Schuss aufs Tor faszinierten ihn früh – und die Begeisterung ist bis heute geblieben.

Vielleicht einer der Gründe dafür, warum sich der gebürtige Thüringer seit vielen Jahren im sportlichen Bereich ehrenamtlich engagiert. Um genauer zu sein: seit nunmehr 22 Jahren. Der pensionierte Berufssoldat hat schon während seiner Zeit beim Bund mit der ehrenamtlichen Tätigkeit begonnen. Das bedeutete zeitweise: Aufstehen um 6 Uhr, arbeiten von 7.15 Uhr bis 16.30 und nach Dienstende ganz fix auf den Fußballplatz. Denn: Von 1993 bis 2001 trainierte der ehemalige Soldat die Jugend der Alemannia Aachen. Keine leichte Aufgabe, denn so mancher Tag bedeutete für Fischer, nicht vor 19 Uhr die Füße hochlegen zu können. Und er setzte sogar noch einen drauf: Von 1998 bis 1999 betreute er ehrenamtlich die zweite Mannschaft der Alemannia. Das bedeutete zwar noch weniger Freizeit, aber der Einsatz hat sich gelohnt, findet Fischer. „Es macht mir einfach Spaß, mit so vielen verschiedenen Menschen zusammenzuarbeiten. Außerdem bin ich schon von Haus aus ein absoluter Vereinsmensch und Fußball ist immer ein Teil von mir gewesen“, sagt der 63-Jährige.

Zwar wurde es ab 2001 etwas ruhiger, aber keinesfalls „unsportlicher“ für Fischer. Denn seit jener Zeit ist er Teil vom Aachener Stadtsportbund. Erst als Beauftragter der Älteren und später als Vorsitzender für die Jugend im Sportbund. All diese Aufgaben hatten es ganz schön in sich. Koordinieren, planen, vermitteln, betreuen: alles nach eigentlich schon getaner Arbeit.

2006 ging Fischer in Rente. „Nutzlos“ rumhängen? Für ihn unvorstellbar. Er gab also weiter Gas beim Ehrenamt – von nun an als Beauftragter für die Sportabzeichnen. So wurde aus der Leidenschaft für Fußball gleichsam die Begeisterung fürs Turnen, Schwimmen, Fahrradfahren und natürlich für die Leichtathletik. In all diesen Sportarten gibt es die Möglichkeit eines Sportabzeichens. „Ich weise die Prüfer ein, kontrolliere die ausgefüllten Prüfkarten, zeichne diese anschließend ab und, und, und“, erzählt Fischer stolz. Er arbeite zwar eher im Hintergrund, aber das, was er leiste, sei sehr wichtig.

Wenn er sich nicht gerade um die Sportabzeichen kümmert, dann verbringt Fischer trotzdem viel Zeit in den Sporthallen oder in der Spielothek des Stadtsportbundes. Denn, wie soll es auch anders sein, hat er in der Betreuung der beiden Hallen eine weitere Aufgabe gefunden, die ihm große Freude bereitet.

Seit seiner Pensionierung ist es dennoch ruhiger geworden, meint er. Die ehrenamtliche Tätigkeit – seine Berufung, wie er selbst sagt – nimmt zwar immer noch einen großen Teil seiner Zeit ein. Aber er habe jetzt eben mehr Zeit als früher. Und so hat der 63-Jährige auch wieder mehr Zeit für seine anderen Hobbys. Er spielt noch selbst im Verein Fußball, widmet sich gerne stundenlang der Gartenarbeit oder wandert – am leibsten querfeldein. Wünsche hat Fischer nicht mehr. „Ich bin rundum zufrieden und total ausgeglichen“, sagt er. Und weil Fußball seine Leidenschaft ist, ist es wenig verwunderlich, dass der 63-Jährige noch einmal in der Woche selbst auf dem Spielfeld steht. Dann heißt es: laufen, passen, und auf‘s Tor schießen. So wie früher, als ihn als kleiner Junge die Faszination für den Sport packte.

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