Sportler und Sponsoren vor einer Herkulesaufgabe

Von: Hans-Peter Leisten
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Machen gemeinsam als Sponsoren und Organisatore den ATG-Winterlauf möglich: Christoph Drucks, Heiner Nobis, Günter Drießen, Masoud Mirzai und Marc Lorenz. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wenn sich 2500 Läuferinnen und Läufer auf eine Strecke von gut 18 Kilometern begeben, dann sind im Ziel rund 45.000 Kilometer zusammengekommen. Rund 5000 Kilometer mehr als der Erdumfang beträgt. Günter Drießen spricht von „45 000 Kilometern Gesundheitsprävention“.

Für den Hauptorganisator des ATG-Winterlaufs gehört dieser Aspekt entscheidend zum Sportevent am Sonntag, 4. Dezember, dazu – wenn eben 2500 Sportlerinnen und Sportler auf der Strecke sind. Auch die 54. Ausgabe des Laufes ist eine organisatorische Herausforderung für das ATG-Team, das ausschließlich aus Ehrenamtlern besteht. Bange ist den Vereinsmenschen vom Chorusberg vor dieser Aufgabe nicht – aber Drießen sagt auch klar: „Ohne unsere Sponsoren wäre das alles nicht zu schaffen. Sie tragen zu einem erheblichen Teil der Kostendeckung mit Geld- und Sachleistungen bei.“

Sein Dank gilt vor allem der Techniker Krankenkasse, dem Sporthaus Drucks, Printen Nobis und der Sparkasse, die seit vielen Jahren dem Verein die Treue halten. „Laufen unterstützt eine gesundheitsbewusste Lebensweise – und der Winterlauf ist der Traditionslauf in unserer Region“, begründet zum Beispiel Masoud Mirzai das fünfte Sponsoring der „Techniker“. Hinzu kommen viele Unterstützer wie Preim, dessen Geschäftsführer Marc Lorenz selbst laufbegeistert ist. Alle Sponsoren stammen aus der Region. Das Startgeld von 23 Euro wäre ohne die Sponsoren erheblich höher. Drießen selbst kümmert sich im Organisationsquartett um die Sponsoren. Jörn Schnöring ist der IT-Fachmann, Herbert Frings regelt die finanziellen Dinge, Philipp Nawrocki die sportlichen.

Ohne breite Unterstützung geht es aber nicht. Die ATG-Mitglieder haben seit Jahren das Motto verinnerlicht: Wer nicht läuft, der hilft. Aufgaben gibt es genug – vom Start im Vichtbachtal bis zum Zieleinlauf auf dem Chorusberg mit anschließender Verpflegung und Ausstattung mit Finisherpräsenten.

Aus 19 Nationen stammen die Läuferinnen und Läufer in diesem Jahr, sie kommen aus europäischen Staaten, aus den USA, Südamerika und vor allem aus der Städteregion. Damit sie alle ungefährdet die Strecke meistern, hat die ATG seit kurzem einen externen Sicherheitsberater engagiert. „Die Auflagen steigen ständig“, seufzt Drießen ein wenig. Andererseits sei auch noch nie etwas Schwerwiegendes passiert.

Das soll auch beim 54. Lauf so bleiben, denn eine reibungslose Organisation ist auch bei der Sponsorenakquise ein Argument fürs weitere Engagement. Denn die Sponsorenpflege ist eine Ganzjahresaufgabe – auch wenn die meisten Unterstützer seit Jahren treu an der Seite des Sportvereins stehen. Trotz allem Ehrgeiz gilt Fair-Play als Marschrichtung. Anderen Vereinen die Sponsoren weg zu nehmen, verstoße gegen den Ehrenkodex. Ganz im Gegenteil: „Wenn andere Vereine bei uns für ihre Veranstaltungen Werbung machen wollen, sind sie herzlich willkommen“, betont Drießen. Denn bekanntlich folgt kurz nach dem Winterlauf der Sylvesterlauf des DLC. Und Drießen sagt: „Die Sylvesterläufer von heute sind die Winterläufer von morgen.“

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