„Sport im Park“: Bewegungsspaß mit Domino-Effekt

Von: Leon Kirschgens
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Sport im Frankenberger-Park: Leichte Kleidung und Turnschuhe reichen – und schon kann man mitmachen. Foto: Andreas Steindl
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Die entsprechenden Anleitungen werden von Trainerinnen und Trainern kostenlos geliefert. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Bestes Beispiel dafür, welch‘ eine Faszination so eine Sportsession im Park mit 130 Mitstreitern erzeugen kann, war wohl Kerstin Hennig am vergangenen Montag im Frankenberger Park. Die Trainerin ließ es sich nicht nehmen, die sportbegeisterte Menge beim Zirkeltraining anzutreiben: „Ich schwitze sowieso, werde euch aber auch noch zum Schwitzen bringen“, rief sie vor einem Halbkreis aus etwa 130 Sportlern.

70 kostenlose Kurse

Es ist die dritte Runde von „Sport im Park“ und damit Halbzeit bei dem sechswöchigen Sportprogramm für jedermann. In 17 Aachener Parkanlagen werden pro Woche über 70 kostenlose Kurse zu etlichen Sportarten angeboten. Bisher kann sich Hauptinitiator Daniel Gier nicht beklagen: „Dieses Jahr musste wetterbedingt erst eine Stunde ausfallen, im vergangenen Jahr waren es um die 60 Stunden.“ Auch die Bandbreite des Angebots habe sich erweitert: „Ich finde es erstaunlich, wie gut selbst die Randsportarten ankommen“, sagte Gier, „bei der Mountainbikegruppe gehen regelmäßig etwa 40 Leute an den Start.“

Wie auch beim Angebot im Frankenberger Park zu beobachten war, nutzen vor allem junge Leute im studentischen Alter die Angebote. „Das gilt aber nicht für alle Kurse, so bieten wir zum Beispiel auch einen Nordic-Walking-Kurs für Eltern mit Babys an“, sagte Gier. Jeder sei unabhängig von Alter und seiner körperlichen Fitness überall willkommen.

Am Ende der anderthalb Monate rechnen die Initiatoren mit bis zu 18.000 Teilnehmern – doppelt so viele wie im Vorjahr. Gier führt diesen Erfolg in erster Linie auf die deutlich bessere Organisation zurück: „Wir werden diesmal von noch mehr Anbietern wie Fitnessstudios oder Vereinen unterstützt“, sagte Gier, „und wenn die Teilnehmer von dem Erfolg in ihren Verein berichten, entsteht ein Dominoeffekt.“ Trotzdem sei er immer wieder erstaunt, was für einen Hype man da ausgelöst habe. „Die Leute schwitzen, powern sich aus und leiden ja regelrecht – trotzdem kommen so viele.“

So auch Teilnehmerin Verena Göbbels, die beim Zirkeltraining im Frankenberger Park dabei war: „Mitten im Grünen mit über hundert anderen Leuten und so netten Trainerinnen und Trainern hat man einen noch größeren Ansporn und deutlich mehr Spaß“, sagte sie, „außerdem ist die Atmosphäre einfach super, alle duzen sich hier.“ So ähnlich erklärt sich das Phänomen auch Alfred Görke vom Sponsor Sparkasse Aachen.

Feierabend mit Gleichgesinnten

„Die Leute kommen teilweise direkt aus dem Büro, um ihren Feierabend unter Gleichgesinnten zu verbringen“, sagte er. Nicht zuletzt spiele auch das Wir-Gefühl eine entscheidende Rolle, sagte Petra Prömpler, Leiterin des städtischen Fachbereichs Sport. „Die Motivation ist einfach viel größer, wenn man sieht, wie alle um einen rum dasselbe machen“, sagte sie. Ganz nebenbei könne man so auch noch ganz neue Sportarten für sich entdecken, die man über die sechs Wochen hinaus betreiben möchte, sagte Prömpler.

Warum die Angebote bei solchem Erfolg dann nicht auf das ganze Jahr ausgeweitet werden? „Es macht ja gerade den Reiz von ‚Sport im Park‘ aus, dass es auf sechs Wochen begrenzt ist“, sagte Daniel Gier.

Wer also auch einmal unter freiem Himmel mit professioneller Anleitung sportlich aktiv werden möchte, hat noch bis Dienstag, 18. Juli, die Möglichkeit dazu.

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