Spielende Kinder statt panierter Schnitzel

Von: Thorsten Karbach
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Lichtblick für die leerstehende Immobilie: Ein kommerzieller Anbieter will aus dem traditionsreichen Restaurant „Grenzhof” einer Lütticher Straße eine Kindertagesstätte machen. Darüber laufen Gespräche mit der Stadt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Kinder statt Schnitzel. Kita statt Küche. So plakativ ließe sich die Entwicklung um den „Grenzhof” an der Lütticher Straße beschreiben. Das traditionsreiche Restaurant steht jedenfalls leer, und es gibt nach AZ-Informationen einen Interessenten, der dort eine Kindertagesstätte einrichten möchte.

Es handelt sich dabei um einen kommerziellen Anbieter. Also um eine Firma beziehungsweise GmbH, die losgelöst vom städtischen Gebührensystem Kindergartenplätze und frühkindliche Betreuung (U3) anbietet. Dafür gibt es in Aachen bereits einige erfolgreich arbeitende Beispiele.

„Jeder bekommt einen Platz”

57 städtische, 69 von freien Trägern und 16 private (etwa betrieben von Elterninitiativen) Kindertagesstätten bestehen in Aachen. Damit beträgt der sogenannte Versorgungsgrad für Kindergartenkinder (im Alter von drei bis sechs Jahren) hundert Prozent. „Das heißt: Jeder der einen Kita-Platz will, der bekommt auch einen”, erklärt Björn Gürtler vom städtischen Presseamt.

Die kommerziellen Einrichtungen, bei denen die Beiträge in der Regel deutlich über den städtischen liegen, sind dabei nicht miteingerechnet. Solche Kindertagesstätten sind andererseits auch nicht von den gesetzlichen Vorgaben abhängig.

Unabhängig vom Kinderbildungsgesetz Kibiz kann hier ein deutlich höherer Betreuungsschlüssel angeboten werden. Es kümmern sich also mehr Erzieherinnen um weniger Kinder. Letztlich profitieren diese Einrichtungen also von dem immer wieder heftig kritisierten Kibiz. Sie sind überaus beliebt.

Am Grenzhof soll so ein neues Angebot geschaffen werden. Eigentlich hätte dieses Projekt am morgigen Donnerstag im Kinder- und Jugendausschuss (17 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses) vorgestellt werden sollen. Es gibt aber nach AZ-Informationen noch Gesprächsbedarf zwischen Stadt und Anbieter der Kindertagesstätte. Von städtischer Seite gibt es übrigens aktuell keinen Anlass, eine wietere eigene Kindertagesstätte zu eröffnen. Im Umfeld des Grenzhofes - in der benachbarten Siedlung Preuswald - besteht zudem die Kita Reimser Straße.
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