Spielcasino kassiert „größtes Plus der Geschichte“

Von: re
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Westspiel wertet den Umzug auf den Tivoli als „riesigen Erfolg“.

Aachen. Während sich der Tivoli für die Stadt zum Millionengrab entwickelt, feiert die Spielbank dort quasi ihre Wiederauferstehung. „Der Bruttospielertrag ist in Aachen um 20 Prozent auf sieben Millionen Euro angestiegen“, sagt Westspiel-Sprecher Marco Lippert am Montag auf AZ-Anfrage.

„Das übertrifft unsere kühnsten Erwartungen und ist das größte Plus in der Geschichte des Hauses“, rechnet er vor. Vor einem Jahr war das Spielcasino aus dem Kurhaus an der Monheimsallee aus- und in der Fußballarena an der Krefelder Straße eingezogen.

„Ein riesiger Erfolg“, wie Lippert sagt. Das Kurhaus soll ab 2018 knapp zwei Jahre lang umfassend saniert werden – für voraussichtlich 20 Millionen Euro. 2020 könnte dann nach Planungen der Stadtverwaltung das Spielcasino – auf kleinerer Fläche – an den Stammsitz vor dem Kurpark wieder mit Roulette & Co. zurückkehren.

Casino-Betreiber Westspiel hofft nun, dass der Aufwärtstrend nicht nur in Aachen anhält. In den vergangenen Jahren dominierte nämlich abseits des Roulettetisches die Farbe Rot – man produzierte reichlich Minuszahlen. Wie die Duisburger Konzernzentrale am Montag mitteilte, ist es dem staatlich konzessionierten Casino-Betreiber nun aber erstmals seit zehn Jahren gelungen, den Ertrag zu steigern.

So wuchs 2015 der Gesamtumsatz um acht Prozent auf 108 Millionen Euro. Das operative Ergebnis vor Steuern und Abgaben beziffert Westspiel auf 35 Millionen Euro. „Mit Westspiel geht es wieder voran, die Restrukturierung zeigt erste Erfolge“, freut sich Lothar Dunkel, der Sprecher der Geschäftsführung. Der Bruttospielertrag – also die Summe, die nach Abzug der Gewinnauszahlungen von den Spieleinsätzen verbleibt – wuchs um zehn Prozent auf 90 Millionen Euro.

Unterm Strich blieben Westpiel letztlich 500.000 Euro Gewinn. Dabei erwirtschaftet in Nordrhein-Westfalen vor allem Duisburg ein sattes Plus. „Diese Story wollen wir ab 2021 mit der neuen Spielbank in Köln fortschreiben“, sagt Geschäftsführer Steffen Stumpf. Außerdem betreibt Westspiel Casinos in Bad Oeynhausen, Bremen, Bremerhaven und Hohensyburg.

In Aachen schrieb man vor Jahren noch ganz andere – schwarze – Zahlen. 2002 summierte sich der Bruttospielertrag in der Kaiserstadt noch auf knapp 13 Millionen Euro – fast das Doppelte im Vergleich zum aktuellen „20-Prozent-Plus“ des vergangenen Jahres.

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