Spendenrekord beim Friedenslauf

Von: Robert Flader
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Laufen für Toleranz und Vielfalt quer durch die City: Über 1000 Grundschüler eröffneten den 8. Aachener Friedenslauf. Foto: Michael Jaspers.

Aachen. Wenn exakt 1145 ganz in Weiß gekleidete Kinder lautstark einen Countdown zählen und dann gemeinsam durch die Innenstadt flitzen, ist das schon ein tolles, beinahe niedliches Bild. Genau dieses Szenario spielte sich am Freitag rund um den Willy-Brandt-Platz ab.

Am Kugelbrunnen starteten um Punkt 10 Uhr 1145 Grundschüler - bestückt mit zahlreichen in Regenbogenfarben gehaltenen Friedensfahnen - ihren Lauf gegen Gewalt und Rassismus und gaben so den fulminanten Startschuss für den 8. Aachener Friedenslauf.

Es war ein beeindruckendes Bild, das weit mehr als nur Symbolcharakter besaß. Schließlich sprang bei den vielen Runden (jede war 900 Meter lang) auch etwas Zählbares heraus: Zusammen mit fast 3000 weiteren begeisterten Läufern stellten die Schüler durch Spendeneinnahmen in Höhe von etwa 40.000 Euro einen neuen Rekord für den Friedenslauf auf.

Und das ist aller Ehren wert, zumal sich jeder Läufer im Vorfeld des Laufs seinen Sponsor selber suchen musste. Nicht schlecht in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise. Mit den Spenden werden auch in diesem Jahr wieder nationale und internationale Friedensprojekte unterstützt: das Netwerk Aachener Schulen gegen Gewalt und Rassismus, ein Friedensprojekt in Bosnien-Herzegowina und das Forum Ziviler Friedensdienst.

Doch der finanzielle Aspekt soll nur eine Seite des zum ersten Mal im Bereich der Adalbertstraße stattfindenden Großevents sein. „Es geht uns vor allem darum, die Idee der kulturellen Vielfalt möglichst vielen Menschen weiterzugeben”, so Christoph Stender von „pax christi”, einem der Träger des Friedenslaufes.

„Wir wollen zeigen, dass wir eine bunte, vielfältige und tolerante Stadt sind, die offen für Menschen unterschiedlichster Herkunft ist”, richtet er dabei auch den Blick mahnend in Richtung rechtsextremer Gruppierungen, gegen die die Läufer mit ihren Fahnen im wahrsten Wortsinne offen Flagge gezeigt haben. „Gerade Kinder laufen nicht einfach so, sondern haben den Gedanken der Toleranz absolut verinnerlicht.”

36 Schulen am Start

Angespornt durch Moderator André Schnittker, Hallensprecher von Alemannias Bundesliga-Volleyballerinnen, drehten Kinder und Jugendliche aus 36 Aachener Schulen, unterstützt von zahlreichen Erwachsenen, ihre Runden bis in den Nachmittag hinein. Von Müdigkeit keine Spur, schließlich kann man sich für Frieden und Toleranz nicht genug engagieren, findet auch Karen Siebert.

„Es ist bemerkenswert, dass so viele Menschen wie noch nie teilnehmen”, freut sich die Projektleiterin über einen Zuwachs von insgesamt 800 Läufern im Vergleich zum Vorjahr. „Vor allem Kinder verbreiten hier so viel Freude.” Und davon konnte man sich am Freitag getrost überzeugen.
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