Spende für die Jugend: Ratsfraktion der Linken gibt Tausende Euro weiter

Von: Leon Kirschgens
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Neue Saiten und mehr: Die Gitarrenklasse der GS Düppelstraße freut sich über finanzielle Unterstützung der Ratsfraktion Die Linke. Foto: Jaspers

Aachen. „Spiel doch einfach Gitarre, die Lieder machen Spaß“ lautete der Refrain des Gitarrenstücks, das die Gitarrenklasse der Grundschule Düppelstraße jüngst zu einem besonderen Anlass vortrug. Und Spaß hatten die Grundschüler auch offensichtlich. Sie präsentierten damit den Lernerfolg, für den sie von der Ratsfraktion „Die Linke“ mit einer Spende von 1000 Euro belohnt wurden.

Sie waren nicht die Einzigen: Auch die Grundschule Michaelsbergstraße, die ihren Schülern das Flötenspielen ermöglicht, und die Grundschule Beeckstraße, die im Oktober das Projekt „Gemeinsam: singen, bewegen, musizieren…“ ins Leben ruft, wurden mit jeweils 1000 Euro bereichert.

Die Erhöhung der Aufwandsentschädigungen für Kommunalpolitiker um zehn Prozent hat die Ratsmitglieder der Linken – Leo Deumens, Michael Bredohl, Ellen Begolli, Ursula Epstein und Georg Biesing – dazu bewogen, jährlich lokale Initiativen und Vereine aus den Bereichen Soziales, Bildung und Kultur zu unterstützen. Im ersten Spendenjahr liegt der Schwerpunkt auf Aachens Jugend.

Die Grundschule Beeckstraße kooperiert dabei mit der Musikschule „music loft“, die anderen mit der Musikschule Aachen. Eva Vleek, Schulleiterin der Grundschule Düppelstraße, hob die hochqualifizierte Unterstützung des Gitarrenlehrers Vincente Bögeholz der städtischen Musikschule heraus. „Ohne seine Unterstützung könnten unsere Schüler nun nicht so gut Gitarre spielen.“

Alle Grundschulen möchten auf spielerisch-musikalische Weise den Spracherwerb der Kinder fördern. „Das Musikalische und Kreative ist beim Sprachelernen sehr wichtig. Und nebenbei lernen die Kinder, Noten zu lesen“, sagte Maria Anhut, Schulleiterin der Grundschule Beeckstraße.

Linken-Ratsfrau Ursula Epstein betonte dabei, wie wichtig das Gemeinschaftsgefühl sei, das durch die musikalische Früherziehung gefördert werde. „Es ist schade, dass die Kombination aus Sprach- und Musikunterricht noch nicht im Curriculum verankert ist. Denn nichts trainiert die Gehirnhälften besser als Musik“, sagte sie. Drastischer formulierte es Georg Biesing: „Dass diese Projekte noch nicht im Haushalt finanziell sicher sind, kann nicht sein, und das werden wir ändern.“

Vierter Spendenempfänger neben den Grundschulen war das „Café Zuflucht“, das seit vielen Jahren Geflüchtete berät. Mit dem Flüchtlingsstrom 2015 sei die Arbeit in der Flüchtlingshilfe noch umfangreicher als zuvor, die Zuwendung der Stadt Aachen aber nicht intensiver geworden, weshalb man nun das „Café Zuflucht“ unterstütze, sagte Ellen Begolli (Linke). „Lange haben wir Flüchtlinge auch in alltäglichen Belangen beraten können“, sagte Sarah Klaudt vom Café Zuflucht. „Mittlerweile aber beschränkt sich unsere Beratung vorwiegend auf rechtliche Fragen wegen der unsicheren Situation vieler Flüchtlinge“, fügte sie hinzu.

Leo Deumens, der die Spendenübergabe mit den musikalischen Einlagen moderierte, stellte abschließend fest: „Ich bin seit 2014 Mitglied des Stadtrats, aber ich hatte in dieser Zeit noch keine so tolle Veranstaltung wie diese.“

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