Aachen - Spende des Fördervereins der Stadtbibliothek zum Jubiläum

Spende des Fördervereins der Stadtbibliothek zum Jubiläum

Von: mec
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Wichtige Unterstützung: Zum 20. Geburtstag spendete der Förderverein der Stadtbibliothek einen Scanner. Gefeiert wurde auch, dass sich Antonie Seibert (2.v.r.) seit 40 Jahren für die Bibliothek engagiert. Mit ihr freuten sich (v.l.) Kulturbetriebschef Olaf Müller, Vorsitzende Ursel Schmidt-Cohnen und Bibliotheksleiter Manfred Sawallisch. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Zum Jubiläum des Fördervereins der Stadtbibliothek gab es ein besonderes Geschenk: einen neuen Scanner. Der war aber nicht für den Verein, sondern für die Bibliothek bestimmt. Mit Hilfe des neuen Geräts können alte Zeitungen, Bücher und brüchige Fotos gescannt und gedruckt oder direkt auf einen USB-Stick verschoben werden.

Der Unterschied zum normalen Scanner: Die Bücher werden kaum geöffnet und somit weniger belastet. „Beim normalen Fotokopieren wird ein betagtes Buch um gut 200 Jahre älter“, betonte Ursel Schmidt-Cohnen, Vorsitzende des Fördervereins. „So ein Gerät hat kaum eine Bibliothek, wenn man es findet, dann eher in Uni- oder Staatsbibliotheken.“

Aber die Anschaffung in der Stadtbibliothek hat sich gelohnt, denn in ihren Kellern schlummert der ein oder andere Schatz: mittelalterliche Handschriften, Briefe von Thomas Mann, eine große Sammlung von Dante. „80 Prozent unserer Aufgaben bestehen natürlich darin, die Bibliothek zu unterstützen, mit Anschaffungen, Projekten, Ausstellungen, Öffentlichkeitsarbeit und Lesungsreihen“, erzählte Schmidt-Cohnen.

Zum Beispiel organisierte der Förderverein eine große Ausstellung zum Thema „20 Jahre Mauerfall“, veranstaltet „Goethe-Abende“ oder Lesungen von Fontane-Gedichten. Außerdem findet immer donnerstags von 16 bis 18 Uhr ein Bücherflohmarkt und dreimal im Jahr ein großer Basar statt – da ist von Krimi über Sachbuch bis hin zum Märchen alles dabei. Auch für das kommende Karlsjahr ist eine Ausstellung geplant: „Karl im Buch“, lautet das Konzept.

Nicht nur der Förderverein feierte sein Jubiläum – Antonie Seibert blickt auf eine 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Stadtbibliothek zurück. Dabei lernte die gebürtige Brandenburgerin einen ganz anderen Beruf: Chemotechnikerin. „Eigentlich wäre ich gern Grundschullehrerin oder Bibliothekarin geworden, schließlich waren Bücher schon immer meine Leidenschaft“, erinnerte sich Seibert.

Das hat jedoch nicht geklappt, stattdessen führte ihr Weg nach Köln, zum Chemiepark Knapsack. 1957 zog sie weiter nach Aachen und bewarb sich an der Universität – immer noch im Bereich der Chemie. Im November 1973 begann sie dann mit ihrem Ehrenamt: In der Grundschule Bildchen richtete Seibert in einem Klassenraum einen Bibliotheksbereich ein, der sich im Laufe der Zeit unter ihrer Leitung zur Nebenstelle Bildchen der Stadtbibliothek entwickelte. 23 Jahre später gab sie ihr Amt ab und wurde in der Stadtbibliothek aktiv – Mitglied im Förderverein war Antonie Seibert längst.

Bis heute hilft sie bei den Basaren, ihr Mann ordnet die Bücherbestände, ihr Sohn ist ebenfalls aktiv dabei. „Wir sind eben eine Bibliotheks-Familie“, sagt Seibert und schmunzelt.

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