Spektakulärstes Fest des Jahres gefeiert

Von: Günther Sander
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Kornelimünster. „Wir können sagen, dass in Kornelimünster die Wiege des Schützenwesens im Münsterländchen stand”, bescheinigte Bezirksbundesmeister Manfred Tings den zahlreichen Gästen beim großen Festabend am gestrigen Freitag anlässlich des 600-jährigen Bestehens der Bürgerschützengesellschaft Kornelimünster und des Bezirksschützenfestes.

Ein Riesenaufgebot von Schützen, Königen, Königinnen, Prinzessinnen, Kaiser und Kaiserinnen bevölkerten das Festzelt auf dem Marktplatz, wo das „spektakulärste Fest des Jahres” seinen Beginn fand.

Der Vorsitzende des Jubelvereins, Dr. Arno Hausmann, hieß zahlreiche Gäste herzlich willkommen, an der Spitze OB Marcel Philipp und Präses Dr. Ewald Vienken, ebenso die Gäste aus der französischen Partnerstadt.

Keine Predigt hielt Propst Dr. Ewald Vienken, er hob Geschichtliches in seiner Rede als Präses hervor. Glaube, Sitte und Heimat stünden bei den Schützen nach wie vor hoch im Kurs.

„Die Schützen stehen für Gemeinsamkeit, aber auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz”, so Vienken. 600 Jahre, das sei schon etwas. Er sprach von einer „aufregenden Zeit”, in der sich das Schützenwesen behauptet habe.

„Ein außergewöhnliches Jubiläum” ist es auch für OB Marcel Philipp, der einer „eindrucksvollen Geschichte” Beachtung zollte. „Wir brauchen immer wieder Menschen, die das Vereinsleben prägen, dann ist mir um die Zukunft auch der Schützen nicht bange”, meinte der OB.

Bezirksbundesmeister Manfred Tings war nicht mit leeren Händen gekommen, er überreichte Dr. Hausmann die Ehrengabe des Bezirksverbandes und ein Jubiläumsband für die Vereinsfahne. Tings sagte anschließend: „Es gilt sich schützend einzusetzen für unsere Mitmenschen. Es geht darum, Werte wie Menschenwürde, Ehe und Familie zu schützen.”

Im öffentlichen Leben müsse man für die Grundwerte des Staates eintreten. Auch für die Integration sollten sich alle einsetzen. „Dieser Aufgabe stellen sich die Schützen seit vielen Jahren erfolgreich”, gab er zu verstehen. „Daher müssen uns auch alle Ortsbewohner, gleich welcher Hautfarbe oder Staatsangehörigkeit, stets willkommen sein.”

Es verstehe sich von selbst, dass kein Platz für Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit sein dürfe. „Wo das erkennbar wird, müssen wir handeln, nicht wegsehen und uns gemeinsam für Schwäche stark machen”, so Tings. Gerade ein Schützenfest sei Anlass, auf Menschen zuzugehen, neue Menschen kennen zu lernen und ihnen in Offenheit zu begegnen. „Nutzen wir die sich bietenden Chancen”, schloss der Bezirksbundesmeister.

Ehrungen verdienter und langjähriger Mitglieder: Für außerordentliche Leistungen für den Verein erhielten Renate Gier und Franz Ortmanns das Ehrenabzeichen verliehen. Langjährige Mitglieder wurden ebenfalls geehrt und ausgezeichnet.

60 Jahre dabei ist Heinz Richter, 50 Jahre Lothar Hoven und 40 Jahre Martha Meyer. Auf 25 Jahre Mitgliedschaft kommen Guido Ziemons, Thomas Kaschke, Helmut Lucks und Elisabeth Meisenberg. Zu Hauptmännern ernannt wurden Uwe Schlichting, Georg Titopoulos und Norbert Erbrecht.

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