Spektakuläre Flucht endet im Acker

Von: Thorsten Karbach und Stephan Mohne
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Endstation Acker: Für den roten Kleinwagen und das Zollauto endete die Verfolgungsjagd an der Schloss-Rahe-Straße. Foto: Michael Jaspers

Laurensberg. Ein gestohlenes Auto, ein falsches Kennzeichen und fünf junge Leute auf der Flucht haben am Freitagmorgen Polizei und Zoll in Atem gehalten. Dabei hatte alles mit einer Routinekontrolle begonnen. Die spektakuläre Verfolgungsjagd endete schließlich in einem Acker.

Zollbeamte wollten den roten Kleinwagen mit den fünf Insassen - vier Männer, eine junge Frau - auf der Horbacher Straße auf dem Weg aus den Niederlanden anhalten. Es war eine der üblichen Kontrollen, bei denen die Beamten nach Drogen suchen.

Doch statt zu bremsen, gab der Fahrer des Ford Ka Vollgas. Er jagte die Roermonder Straße entlang, touchierte das Geländer am Bahndamm und rammte auf Höhe einer Tankstelle ein anderes Fahrzeug. Der Zoll orderte unterdessen Verstärkung - was folgte, war ein filmreifes Spektakel.

Wie ein Pflug schoss das Fluchtfahrzeug letztlich in den Acker hinter dem Tunnel an der Schloss-Rahe-Straße. Der Fahrer hatte die enge Kurve unterschätzt. Nicht besser erging es einem Zollfahrzeug, das bei der Verfolgung ebenfalls im Matsch landete.

Dort war Endstation - aber nur für die Autos. Die Insassen - darunter nach Angaben der Polizei auch „drei Heranwachsende” - türmten zu Fuß weiter, suchten den Weg über den alten Bahndamm.

Zoll und Polizei nahmen die Verfolgung auf. Neben neun Dienstfahrzeugen von verschiedenen Polizeiinspektionen und den Zollbeamten waren auch Teile der Polizeihundertschaft sowie mehrere Zivilstreifen hinzugerufen worden. Gemeinsam durchkämmten die Beamten die Wohngebiete zwischen Lousberg und Richterich. Und wurden fündig.

Rasch hatten sie zwei Tatverdächtige gestellt, eine Person hatte sich am Bein verletzt, so dass auch Notarzt und Rettungswagen anrückten. Die Fahndung nach den weiteren Personen zog sich in den späten Nachmittag hinein, war aber letztlich erfolgreich.

Ob die fünf Insassen Drogen mit sich führten und deswegen die Flucht antraten, konnte noch nicht geklärt werden. Eine Untersuchung des Fluchtfahrzeuges blieb ohne Ergebnis. „Es liegt aber nahe, dass die Personen etwas zu verbergen hatten”, sagt Polizeisprecher Michael Houba.

Der Vorfall hatte natürlich für viel Aufsehen in Laurensberg gesorgt. Schließlich kommt es nicht oft vor, dass so viele Polizeiautos auf einmal gesichtet werden. Die Schloss-Rahe-Straße musste längere Zeit gesperrt werden. Der Sachschaden an den Autos und dem Geländer wird von der Polizei auf rund 15.000 Euro geschätzt.
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