SPD: Verlagerung der Montessori-Schule steht nicht zur Debatte

Von: Stephan Mohne
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Klasse, Schule
Die Montessori-Schule bleibt in Eilendorf: Das SPD-Votum teilt Ratsherr Bernd Krott per Internet mit. Foto: Foto: Arno Burgi/dpa

Aachen. „Eine Entscheidung zur Verlagerung ihres Standortes steht aktuell und auf absehbare Zeit nicht zur Diskussion“, sagt Bernd Krott. Der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion meint damit die Montessori-Grundschule in Eilendorf. Am Montag hatten die Sozialdemokraten über das brisante Thema gesprochen und kamen zu demselben Schluss wie eine Woche zuvor bereits der Koalitionspartner CDU.

Eine Verlagerung der Schule zur Barbarastraße in Rothe Erde zur Rettung des dortigen Schulstandorts ist damit vom Tisch. Krott veröffentlichte die Entscheidung am Dienstag im Internet im Rahmen eines „Standpunkts zur Schulentwicklungsplanung“. In dem Blog-Beitrag heißt es außerdem, dass das jetzige Schulgebäude an der Eilendorfer Kaiserstraße aufwändig saniert werden müsse. Krott: „Die SPD-Fraktion ist gerne bereit, im Lichte der hierzu erforderlichen Zahlen zu prüfen, ob dies möglich ist.“ Es gibt dazu auch andere Idee, zum Beispiel einen Neubau in Eilendorf bei einem gleichzeitigen Verkauf des Gebäudes Kaiserstraße.

 Am Montag hatten die Sozialdemokraten über das brisante Thema gesprochen und kamen zu demselben Schluss wie eine Woche zuvor bereits der Koalitionspartner CDU. Eine Verlagerung der Schule zur Barbara-straße in Rothe Erde zur Rettung des dortigen Schulstandorts ist damit vom Tisch. Krott veröffentlichte die Entscheidung am Dienstag im Internet im Rahmen eines „Standpunkts zur Schulentwicklungsplanung“.

In dem Blog-Beitrag heißt es außerdem, dass das jetzige Schulgebäude an der Eilendorfer Kaiserstraße aufwändig saniert werden müsse. Krott: „Die SPD-Fraktion ist gerne bereit, im Lichte der hierzu erforderlichen Zahlen zu prüfen, ob dies möglich ist.“ Es gibt dazu auch andere Idee, zum Beispiel einen Neubau in Eilendorf bei einem gleichzeitigen Verkauf des Gebäudes Kaiserstraße.

Die Idee zur Verlagerung der Montessori-Schule war jüngst in der mit Politik und Verwaltung besetzten Lenkungsgruppe zur Schulentwicklungsplanung als eine von mehreren Optionen ins Blickfeld gerückt, um den Grundschulstandort Rothe Erde doch noch zu retten. An der dortigen Schule sind für ein Fortbestehen viel zu wenige Kinder angemeldet worden. Zunächst hatte die Politik Zeit gewinnen wollen.

Die Stadt beantragte eine Ausnahmegenehmigung, die Schule für ein weiteres Jahr offen halten zu dürfen. Das lehnte die Bezirksregierung jedoch ab. Das rückte eine Verlagerung der Eilendorfer Schule als Möglichkeit noch stärker in den Fokus. Mittlerweile machten jedoch die Eltern der rund 180 Montessori-Schüler dagegen mobil und verteilten Unterschriftenlisten. Dei CDU hatte bereits vor Wochen betont, die Schule nicht gegen den Willen der Eltern verlagern zu wollen.

Der Stellungnahme im Internet merkt man allerdings auch eine gehörige Portion Verstimmung insbesondere mit Blick auf den Koalitionspartner an, was vor allem am Ablauf der Geschichte liegt. Am Tag nach der Sitzung der nicht-öffentlich tagenden Lenkungsgruppe hatte Dezernentin Susanne Schwier die Eilendorfer Bezirksbürgermeisterin Elke Eschweiler (CDU) über diese Option informiert. Diese wiederum hatte das Thema tags darauf auf die Sitzung der Bezirksvertretung gehoben, die sich per Eilbeschluss unisono für den Verbleib der Schule in Eilendorf positionierte.

Wenn derart vorgegangen werde, sieht die SPD gar in letzter Konsequenz den Schulfrieden gefährdet. Krott: „Die SPD-Fraktion hält am bewährten Verfahren der interfraktionell abgestimmten Schulentwicklungsplanung, mit dem der sogenannte Aachener Schulfriede ermöglicht wurde, fest. Einzig diese Beratungsform mit allen Fraktionen und der Verwaltung ermöglicht eine integrierte Planung zum Wohle aller Kinder.“

Die Lenkungsgruppe stelle Vorüberlegungen an, die dann in möglichen Planungsaufträgen für die Verwaltung seitens des Schulausschusses münden. Dann gebe es Beteiligungswerkstätten mit den Schulleitungen und Schulkonferenzen. Ebenso würden dann die Bezirksvertretungen beteiligt, bevor der Schulausschuss letztlich entscheide. Insgesamt befasse sich die Lenkungsgruppe derzeit aus unterschiedlichen Gründen im Primar- und Sekundarbereich mit fünf Bereichen in der Stadt – Rothe Erde sei einer davon.

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