SPD sucht direkten Dialog

Von: Katrin Haas
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Aachen. Peer Steinbrück hat es getan und die SPD Aachen legt nach: Ob im Internetchat, an Infoständen oder per Postkarte, die SPD startet bundesweit ihren „Bürgerdialog”.

Dabei sollen die Menschen ihre Meinung und vor allem Ideen äußern, wie man Deutschland verbessern kann - in allen Themenbereichen. „In Berlin werden die Wünsche der Aachener Bürger ausgewertet”, sagt Ulla Schmidt, SPD-Abgeordnete im Bundestag.

Vorschläge abgeben

Wer einen interessanten Vorschlag abgibt, wird vielleicht auf eine der sechs Bürgerkonferenzen eingeladen und kann dort mit prominenten SPD-Politikern konkrete Lösungen erarbeiten. SPD-Landtagsmitglied Daniela Jansen sagt: „Bevor wir ein Wahlprogramm schreiben, wollen wir erst einmal die Meinung der Menschen abfragen.”

Den Auftakt für den „Bürgerdialog” machte die SPD Aachen an ihrem Infostand am Holzgraben mit dem Thema „Wirtschaft und Arbeit”. „Die Leute sind erst einmal verdutzt, dass sie gefragt werden”, erklärt Claudia Walther, stellvertretende Vorsitzende der SPD Aachen. Die SPD Aachen steht bis Weihnachten an noch fünf Terminen mit ihrem Infostand in der Innenstadt und ab Samstag, den 3. November, alle zwei Wochen samstags. Die Ortsvereine befragen die Menschen an zehn Terminen in einzelnen Stadtteilen, meist auf dem Wochenmarkt.

Weitere Schwerpunktthemen sind da zum Beispiel Bildung, Gesundheit und Europapolitik. Ulla Schmidt erklärt: „Man merkt, dass sich viele mehr einbringen wollen. Unser Ziel ist es, herauszufinden, was die Menschen in einer Stadt wie Aachen für Wünsche haben.” Ihre Vermutung: „Ich glaube alle Menschen wollen gute Arbeit, sich und ihre Familie gut ernähren und eine gute Ausbildung für ihre Kinder.”

Politiker stellen sich

„Es ist wichtig, dass man nicht aus dem Elfenbeinturm heraus handelt”, stellt Ye-One Rhie, SPD-Koordinatorin des Bürgerdialogs in Aachen, fest. Am 17. November stellt sich die komplette SPD-Ratsfraktion den Nachfragen und Vorschlägen der Interessierten. Die Vorschläge sollen übrigens auch nach der Auswertung in Berlin in Aachen gemeinsam diskutiert werden.

„Wir wollen auch ohne Wahlkampf das Gespräch suchen”, sagt Claudia Walther.
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