SPD: „Neue Perspektiven für den Kaiserplatz“

Von: mh
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Aachen. Der jüngste Klageruf der Suchthilfe Aachen hat die Sozialdemokraten im Stadtrat aufgeschreckt.

„Eine derart massive Kürzung im Leistungsangebot für Suchtkranke, wie sie in der Städteregion gerade vollzogen wurde und deren Auswirkungen vor allem in der Stadt Aachen zum Tragen kommen werden, muss im Sozialausschuss der Stadt Aachen auf den Tisch“, erklärt die Ausschussvorsitzende Rosa Höller-Radtke.

Caritas und Diakonie hatten kritisiert, dass die jetzt beschlossene Beibehaltung der Zuschüsse auf dem Niveau von 2014 zwangsläufig zu drastischen Kürzungen im Bereich der Streetworker und des Sozialdienstes für schwerstabhängige Menschen am Kaiserplatz führe. SPD-Ratsfrau Höller-Radtke hat deshalb alle Beteiligten in die nächste Ausschusssitzung eingeladen.

Dort sollen dann auch erste Ergebnisse aus den verwaltungsinternen Arbeitsgruppen des „Runden Tisches Kaiserplatz“ in die Diskussion einbezogen werden. Der Runde Tisch war im Jahr 2014 hinsichtlich des Umgangs mit Suchtkranken gemeinsam von Stadt und Städteregion eingerichtet worden.

Runder Tisch ist gefragt

„Ohne gleichzeitig neue Perspektive für die Situation rund um den Kaiserplatz aufzuzeigen, sind die einseitigen Kürzungen nicht hinnehmbar“, so Höller-Radtke.

„Der Runde Tisch sollte insbesondere neue Angebote im Bereich des sozialen Arbeitsmarktes entwickeln“, hebt Ratsherr Boris Linden, sozialpolitischer Sprecher der SPD, hervor. „Die zukünftige Entwicklung der Suchthilfe muss mit diesen neuen Angeboten koordiniert werden. Vor allem kommt es darauf an, den Menschen in der Substitution tagesstrukturierende Perspektiven anzubieten. Andernfalls werden die Chancen, aus der Sucht herauszukommen, dramatisch verringert.“

Der Sozialausschuss der Städteregion Aachen hatte am 6. Mai die Fördergelder für die Suchthilfe auf dem Niveau von 2014 eingefroren. Als Reaktion darauf hatten Caritas Aachen und Diakonisches Werk Aachen angekündigt, das bisherige Angebot der Suchthilfe am Kaiserplatz (Streetworker und Betreuung des Kontaktcafés Relax) infolge des Kostendeckels einschränken und Mitarbeiter abziehen zu müssen.

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