SPD: Herforth und Höfken im Clinch

Von: Stephan Mohne
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Weist die Vorwürfe seines SPD-Parteigenossen Herforth zurück: Ratsherr Heiner Höfken.
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Fordert kritischeren Umgang: Udo Herforth legte sein Mandat nieder. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Sie sind beide sozialdemokratische Urgesteine in Aachen. Und sie haben die SPD in den vergangenen Jahren im Personal- und Verwaltungausschuss maßgeblich vertreten – Heiner Höfken als Ausschussvorsitzender und Udo Herforth als Fraktionssprecher. Das hat am Montag ein jähes Ende gefunden.

„Hiermit trete ich mit sofortiger Wirkung als sachkundiger Bürger für den Personal- und Verwaltungsausschuss zurück“, teilte Herforth der Fraktionsgeschäftsstelle mittags mit.

Vorausgegangen war ein heftiger Streit mit Höfken. Er habe sich mit dem Ausschussvorsitzenden – und Parteifreund – nicht über eine Linie einigen können, sagt Herforth. Insbesondere geht es dabei um den Umgang mit Personaldezernent Lothar Barth. Herforth ist Höfkens Umgang mit ihm nicht kritisch genug, um es vorsichtig auszudrücken. Es habe zuletzt mehrere Punkte gegeben, bei denen es geknirscht habe. Auf Details will der langjährige Gesamtpersonalratsvorsitzende der Stadtverwaltung nicht eingehen. Eine weitere Zusammenarbeit sei jedoch unter diesen Vorzeichen nicht möglich.

„Ein gewisses Maß an Respekt“

Heiner Höfken kritisiert auf Nachfrage seinerseits Herforths Umgang mit ihm. Und vor allem den Tonfall der gestrigen Unterredung: „Ein gewisses Maß an Respekt darf ich erwarten. Ich muss mir nicht alles gefallen lassen“, ärgert sich der Ratsfraktionschef. Um ein politisches Thema gehe es indes nicht. Er können sich nicht erinnern, dass man in Sachfragen auseinander gelegen habe. Auch beim Thema Barth gehe es um den Umgang: „Ich bin kein Freund von Herrn Barth, das weiß meine Fraktion. Aber ich bin auch nicht sein Vorgesetzter.“ Es müsse im Ausschuss darum gehen, „problemlos vernünftige Entscheidungen hinzubekommen“. In all den Jahren habe es an seiner Art und Weise, einen Ausschuss zu leiten, keine Kritik gegeben. Er habe mit Herforth über die Probleme reden wollen, doch dieser sei aufgestanden und gegangen.

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