SPD fordert mehr Dampf beim Ausbau des Bahnnetzes

Von: mh
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Aachen. Schnellzugtempo wäre angesagt, mindestens. Statt dessen sei die Verwaltung in Sachen Schienennahverkehr in und um Aachen seit Jahr und Tag auf Bimmelbahn-Niveau unterwegs – monieren die SPD-Wahlkämpfer Björn Jansen, Karl Schultheis und Michael Servos.

„Projekte wie die geplante ICE-Haltestelle Richtung Eindhoven und London, inklusive Bau eines dritten Gleises Richtung Düren, sowie die Elektrifizierung der Euregiobahn und die Erschließung des grenzüberschreitenden Gewerbegebiets Avantis hätten längst zur Chefsache gemacht werden müssen“, kritisiert der Landtagsabgeordnete Schultheis. Das zeigten nicht zuletzt die aktuellen „Wasserstandsmeldungen“, die das zuständige Landesministerium ihm regelmäßig auf Anfrage mitteile.

Doch die entscheidenden Weichenstellungen ließen zu lange auf sich warten – auch und gerade seitens der städtischen Planer, schimpft OB-Kandidat Jansen. „Die eigentlich für die Planungen zum ICE-Halt reservierten Mittel sind zuletzt gar nicht mehr abgerufen und stattdessen für andere Zwecke verwandt worden“, wettert auch Ratsherr Michael Servos.

Haltepunkt durchsetzen

Was zeige, dass Dezernentin Gisela Nacken und OB Philipp dem Projekt nicht die erforderliche Aufmerksamkeit zuteil werden ließen. Schultheis: „Dabei muss die Stadt Aachen allerhöchstes Interesse daran haben, den Haltepunkt endlich durchzusetzen – auch und gerade im Hiblick auf die Wirtschaftsförderung in der Region.“ Da könne es nicht damit getan sein, „dass der OB immer mal einen Brief an die Bahn schreibt“. Statt dessen müsse er dafür sorgen, dass die Repräsentanten aller Kommunen in der Städteregion das Thema auf regelmäßigen Konferenzen und auf höchster Ebene forcieren.

Kurzum: „Wir müssen endlich strategisch an diese wichtigen infrastrukturellen Fragen herangehen. Wir haben die Chance, Aachen nicht zuletzt mit der neu erstarkten Talbot Services GmbH zum echten Referenzzentrum in Sachen Ost-West-Verbindungen zu machen“, sagt Schultheis. „Wir müssen sie jetzt nutzen.“

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