Aachen - SPD fordert Maßnahmenpaket für die U3-Betreuung

SPD fordert Maßnahmenpaket für die U3-Betreuung

Von: Felicitas Geßner
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Es wird zum neuen Kindergartenjahr ab 1. August rund 332 fehlende U3-Plätze in Aachen geben. Das zeigt eine Vorlage der Stadtverwaltung. Hier erfasst sind allerdings nur die Anmeldungen in städtischen Kitas und in der Kindertagespflege.

„Für uns gibt es für die Lösung dieses Problems, das heißt die kurzfristige Schaffung der fehlenden Plätze zwei Schwerpunkte“, erklärte jetzt Martin Künzer (SPD), kinder- und jugendpolitischer Sprecher. Im Kinder- und Jugendausschuss der Stadt, wo das Thema in der kommenden Woche behandelt werden soll, wolle man diese Punkte vorstellen.

Gefordert wird von der SPD-Fraktion vor allem der schnelle Ausbau und Neubau von Kitas, die Verstärkung der Zusammenarbeit von Stadt und dem Verein für familiäre Tagesbetreuung, um kurzfristig das Modul „Großtagespflege-Stellen“ durch Tagesmütter abdecken zu können. „Die Stadt muss ihrer Verantwortung, genügend U3-Plätze bieten zu können, nachkommen.

Hierzu sollte es auch eine Hotline geben, um betroffene Eltern umgehend informieren oder Vertretungen im Krankheitsfall einer Tagesmutter bieten zu können“, sagt Künzer. Zur aktuellen Situation der fehlenden U3-Plätze ist sich die SPD-Fraktion sicher, dass es auf eine gesetzlich geregelte Überbelegung der Kindergartengruppen um zehn Prozent hinauslaufen wird.

„Hier muss dann zügig die Diskussion um die Mehreinstellung von Erzieherinnen und Küchenpersonal begonnen werden, wobei die Gleichbehandlung von städtischen Kitas und Kitas freier Träger gewährleistet werden muss“, erklärt Karl Schultheis (MDL SPD). „Wir verlangen, dass es im städtischen Haushalt ersichtlich wird, wie viele Mittel dafür bereitgestellt werden“.

Schultheis weist zudem darauf hin, dass die NRW-Landesregierung für den Kita-Ausbau bis 2018 insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro eingeplant habe. „Diese Mittel müsste auch die Stadt Aachen abrufen, die bisher eher Mittel des Bundes in Anspruch genommen hat“, sagt das Mitglied des Landtags.

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