Spaziergang mit OB Philipp durch Haaren und Verlautenheide

Von: Günther Sander
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Stadtteilrundgang: Oberbürger
Stadtteilrundgang: Oberbürgermeister Marcel Philipp und Haarens Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten diskutierten mit Bürgern über Probleme und Chancen. Foto: Andreas Herrmann

Haaren/Verlautenheide. Der Ausbau des Flugplatzes Merzbrück ist in Verlautenheide das Thema gewesen, in Haaren sorgt sich der Heimatverein um eine neue Bleibe, denn in der alten Schule soll das Bezirksamt untergebracht werden.

Beim Spaziergang mit OB Marcel Philipp sprachen die Bürgerinnen und Bürger offen ihre Probleme an. Eine Vergrößerung des Flugplatzes Merzbrück bedeute für Verlautenheide Mehrbelastung in Sachen Fluglärm. „Das wird unterschiedlich gesehen”, sagte Philipp. Die Städteregion Aachen werde dieses Ziel weiter verfolgen, insbesondere die Stadt Würselen. Eine Verschwenkung der Landebahn trage auch die Stadt Aachen mit, man wolle nicht als „Bremser” dastehen. Wenn das Profil der Flächen zur Stadt passe, habe man nichts dagegen. „Das sieht die Bezirksvertretung ganz anders”, konterte Philips Parteifreund und Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten. Diese sei wie viel Bürgerinnen und Bürger dagegen.

„Davon lassen wir uns auch nicht abbringen.” Auf die Frage, ob die Flugplatzgesellschaft rote Zahlen schreibe, antwortete der OB, es würden keine Verluste gemacht, Kostenbelastungen kämen auf die Kommunen nicht zu. „Die Unternehmer wollen einen größeren Platz. Immerhin hängen da auch Arbeitsplätze dran”, argumentierte Philipp. Allerdings ist derzeit völlig offen, ob der Ausbau tatsächlich kommt, nachdem das Land als wichtigster Geldgeber den Ausbau von Flugplätzen nicht mehr unterstützen will.

Auch der starke Durchgangsverkehr in Verlautenheide sei unerträglich, hies es seitens der Bürger. Hier erinnerte Corsten an die Forderung nach einer Umgehungsstraße. Da sei der Ausbau des Autobahnkreuzes dazwischen gekommen. „Hier muss aber etwas passieren, denn so kann es nicht bleiben”, kritisierte Corsten den Ist-Zustand.

Der Tennisclub Verlautenheide hat ganz andere Probleme. Das Interesse am Tennisspiel sinke. Daher will man die Anlage Schulen zur Verfügung stellen - oder auch mit anderen Vereinen kooperieren. Auf keinen Fall wolle man den Platz am Heider-Hof-Weg aufgeben.

Großer Bahnhof dann beim Eintreffen der Spaziergänger am Haarener Markt. Eine Blechbläsergruppe des Blasorchesters Haaren empfing sie mit dem „Gruß an Würzburg”. Dafür erfreuten Clara Müller und Regine Mingalinowa mit ihren Querflöten mit „Der Vogelfänger bin ich ja” aus Mozarts „Zauberflöte.” Der OB zollte allen Beifall, um dann im Café Eschweiler bei einer Stärkung die Sorgen des Heimatvereins zu registrieren. Zuvor jedoch berichtete Bezirksamtsleiter Frank Prömpeler über den geplanten Umzug des Bezirksamtes in die alte Schule.

Die AWO habe eine neue Bleibe im alten Pfarrheim gefunden, jetzt gehe es um den Heimatverein und das DRK. „Wir sind immer noch bei der Machbarkeitsstudie und hoffen, bald den Bebauungsplan aufstellen zu können”, sagte Ferdinand Corsten. Die Planung „neue Mitte Haarens” sei eine runde Sache, die auch zu verwirklichen sei. Das neue Bezirksamt könne jeder Besucher barrierefrei erreichen. Auch die Polizei werde dort untergebracht.

„Unterbringung” war das Stichwort für den Heimatverein Haaren und Verlautenheide. Der langjähriger HV-Vorsitzende Karl Pütz zeigte sich enttäuscht über den derzeitigen Stand der Dinge. „Warum sagt man nicht klar und deutlich, dass wir in die Welsche Mühle können, die wir ja auch unterhalten und in der sich unser Archiv befindet?” Über 200 Mitglieder des Vereins warten auf eine neue Bleibe. Forderung an Corsten: „Setzen Sie sich für uns ein!” Der Bezirksbürgermeister machte deutlich, dass permanent Gespräche mit dem Vorsitzenden Helmut Vondenhoff stattfinden.

„Wir setzen niemanden an die frische Luft, wir werden eine Lösung finden”, versprach Corsten. Erst müsse man jedoch eine Beschlusslage für den Umzug des Bezirksamtes haben. „Vielleicht scheitert diese Sache ja schon am fehlenden Geld.” Heute könne er keine Versprechungen machen. Prömpeler verwies auf ausweichende Veranstaltungsorte wie die Haarbachtalhalle oder die Aula der Schule. OB Philipp zeigte sich zuversichtlich, dass für alle Vereine eine gute Lösung gefunden werden kann. „Wir bleiben fest am Ball”, schloss Ferdinand Corsten.
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