Aachen - Spaßiger Spuk: „Bühne 78“ zeigt Wintermärchen vom kleinen Gespenst

Spaßiger Spuk: „Bühne 78“ zeigt Wintermärchen vom kleinen Gespenst

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
13617720.jpg
Schaurig schön: Die Premiere des Weihnachtsmärchens „Das kleine Gespenst“ der „Bühne 78“ im Saalbau Rothe Erde erntete generationsübergreifend viel Applaus. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der Staub kitzelte dem kleinen Gespenst noch in der Nase, als es vorsichtig aus der alten Truhe herausschwebte. Nur die vielen Schlüssel, die es bei sich trug, gaben ein Geräusch von sich. Sonst war es still. Unheimlich still.

Die vielen Kinder, die sich das Weihnachtsmärchen „Das kleine Gespenst“ des Laientheaters „Bühne 78“ in der Kappertz-Hölle anschauten, beobachteten gespannt jede einzelne Bewegung des Gespenstes. Das gleichnamige Buch von Otfried Preußler erzählt die Geschichte vom kleinen Gespenst, das auf der Burg Eulenstein lebt. Sein bester Freund ist ein Uhu namens Schuhu.

Mit ihm hat es viel Spaß, denn das kleine Gespenst kann mit einem Schlüsselbund mit 13 Schlüsseln alles öffnen – egal ob Türen, Fenster oder Truhen. Doch der größte Wunsch wurde ihm bisher nicht erfüllt. Einmal die Welt bei Tageslicht sehen, das will das kleine Gespenst unbedingt. Doch leider schläft es nach Ende der Geisterstunde immer wieder ein.

Doch dann, als es fast alle Hoffnung aufgegeben hat, bleibt es tatsächlich wach und erkundet die Burg bei Tageslicht, bis es plötzlich von einer Schulklasse gesehen wird und sich schwarz verfärbt. Wie es das kleine Gespenst nach vielen Strapazen doch noch geschafft hat, wieder seine alte Farbe anzunehmen, verfolgten die kleinen Besucher gemeinsam mit ihren Eltern auf der Bühne, die sich ein liebevoll gestaltetes Geisterschloss verwandelte.

„Es ist schön zu sehen, mit wie viel Freude alle Darsteller bei der Sache sind. Wir haben nach den Sommerferien mit den Proben begonnen und sind stolz, nun endlich das Ergebnis präsentieren zu können“, erzählte Patrizia Neuschütz von der „Bühne 78“. Einige der Darsteller seien schon jahrelang mit viel Begeisterung Teil des Ensembles. Während sie vor einigen Jahren noch als Schulkind ihre ersten Bühnenerfahrungen sammelten, spielen sie heute bei den Stücken für die großen Theaterfans mit, ergänzte Neuschütz.

Die Geschichte vom kleinen Gespenst, das in seinem Leben so manche Hürde nehmen muss, ist auch 50 Jahre nach seiner Veröffentlichung eine lustige und liebevolle Geschichte für Jung und Alt. Und für die „Bühne 78“ ist die Aufführung eines Wintermärchens ebenfalls eine langjährige Tradition, bei der immer aufs Neue sichtbar wird, mit wie viel Freude die Darstellerinnen und Darsteller Geschichten zum Leben erwecken.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert