Spannender Talente-Test für Achtklässler

Von: Kristina Toussaint
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Toller Talente-Test: Am „Tag des Handwerks“ im Bildungszentrum an der Tempelhofer Straße konnten die Schüler unter anderem Baggerfahren, Metall bearbeiten und sich im Frisieren üben – also Handwerksberufe hautnah entdecken. Foto: Andreas Schmitter
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Toller Talente-Test: Am „Tag des Handwerks“ im Bildungszentrum an der Tempelhofer Straße konnten die Schüler unter anderem Baggerfahren, Metall bearbeiten und sich im Frisieren üben – also Handwerksberufe hautnah entdecken. Foto: Andreas Schmitter
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"Tag des Handwerks", im Bildungszentrum BGE, Tempelhofer Straße 15-17

Aachen. Immer mehr Jugendliche entscheiden sich inzwischen nach der Schule für ein Studium – das Erlernen eines Handwerksberufs von der Pike auf scheint nicht mehr so richtig angesagt. Völlig zu Unrecht, wie man beim Aktionstag der Handwerkskammer selbst erleben konnte.

Friseure, Zimmerer, Metallbauer, Pädagogen, Stuckateure – alle Bereiche des Handwerks waren an diesem Samstag auf dem Gelände des Bildungszentrums an der Tempelhofer Straße vertreten. Im Vergleich zum vergangenen Jahr konnten die zahlreichen Besucher aber nicht nur zuschauen, sondern an vielen Stationen auch selbst etwas ausprobieren: „Handwerk hautnah entdecken mit allen Sinnen“, wie es Wilhelm Grafen, der Geschäftsführer der Bildungszentren, nannte.

Besonders interessant war das für Schüler der achten Klasse: beim Talente-Test konnten Sie sich ihre ersten Erfahrungen beim Formen von Metall oder Kunststoff, beim Gießen von Gips für Stuckfresken oder beim Zimmern von Teilen für einen Holzfußball bestätigen lassen. Gültig für die in der achten Klasse vorgesehene Berufsfelderkundung, konnten hier verborgene Talente entdeckt und Anregungen für eine künftige Berufswahl gefunden werden.

Neben einem Matching-Stand, der Ausbildungsberatung bot und bei der Vermittlung potenzieller Azubis an Ausbildungsstellen helfen konnte, waren auch einige Betriebe aus Elektrotechnik und Metallbau dabei: eine gute Chance für geschickte Anwärter, ein Praktikum und schlussendlich womöglich sogar einen Ausbildungsplatz zu ergattern.

Der Spaß sollte bei der Entdeckung des eigenen Handwerkstalents jedoch auch nicht zu kurz kommen: Zum dritten Mal traten Schüler von sechs Schulen aus der gesamten Region in verschiedenen Wettbewerben gegeneinander an. In vier Bereichen mussten die Neuntklässler nicht nur fachliches Geschick, sondern auch viel Teamgeist unter Beweis stellen.

Unter Anweisung von Ausbildungsmeistern und Pädagogen galt es für die Teams aus fünf Schülern und einem Lehrer, einen Schaltkreis oder einen metallenen Medaillenständer zu bauen. In der Werkstatt der Maler und Lackieren musste zunächst tapeziert und dann mit einer Sprühfolie ein Schriftzug lackiert werden. Und aus dem Wettbewerb im Bereich Sanitär, Heizung und Klima ging als Sieger hervor, wer am maßgenauesten eine Figur aus Rohrstücken nachgebaut hatte – und dabei clever als Team Hand in Hand gearbeitet hatte.

Wilhelm Grafen freute sich über den regen Andrang und hofft, mit dem Aktionstag zu einer wieder wachsenden Popularität des Handwerks beitragen zu können. Insbesondere in der Nahrungsmittelindustrie würden immer zukünftige Bäcker oder Fleischer gesucht, und auch für Kfz-Mechaniker oder Elektrotechniker gebe es noch viele Plätze.

Die Sieger des Schul-Contests erhielten natürlich eine Medaille – den entsprechenden Ständer dafür hatten sie ja bereits hergestellt.

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