Aachen - Spannende Abenteuer auf der Insel Titiwu

Spannende Abenteuer auf der Insel Titiwu

Von: Katrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
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Premiere geglückt: Urmel hat seine ersten Abenteuer mit Professor Habakuk Tibatong, Ping Pinguin und den anderen Inselbewohnern erlebt. Das Eilendorfer Laientheater Bühne ‘78 kommt gut an mit seinem diesjährigen Weihnachtsmärchen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Punkt 15 Uhr verwandelt sich die Bühne im Saalbau Rothe Erde in die Südseeinsel Titiwu. Dort hat Professor Habakuk Tibatong eine Sprachenschule für Tiere eröffnet. Außerdem hofft er auf den Durchbruch in der Urmelforschung. Als Ping Pinguin und Wawa Waran ein großes Ei am Strand finden, scheint der Durchbruch nahe.

Als Weihnachtsstück für das Jahr 2013 hat sich das Eilendorfer Laientheater Bühne ‘78 den Kinderbuchklassiker „Urmel aus dem Eis“ von Max Kruse ausgesucht.

Getreu dem Motto „Mit Kindern für Kinder“ durften die Kinder im vergangenen Jahr mitbestimmen, welches Märchen auf die Bühne kommt. „Wir versuchen, soweit es geht, die Wünsche der Kinder zu berücksichtigen“, so Dirk Kaußen, der erste Vorsitzende der Theatergruppe, der im Stück den König Pumponell spielt, dessen großes Hobby die Jagd ist und der dem Urmel für seine Sammlung nachstellt.

Junge Darsteller, alte Hasen

16 Darsteller agieren auf der Bühne, vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter. Mindestens genauso viele Akteure wirken als gute Geister hinter den Kulissen, haben die Kostüme genäht, das Bühnenbild entworfen und gebaut, oder verkaufen die Eintrittskarten. Fünf Monate lang dauerten die Vorbereitungen für das Stück. Alle bei der Bühne ‘78 arbeiten ehrenamtlich. „In der Vorbereitung habe ich wohl täglich ein bis zwei Stunden mit der Bühne zu tun gehabt“, erzählt Dirk Kaußen. Die Arbeit lohnt sich, einige Hundert Kinder besuchen im Schnitt die sechs Vorstellungen, die die Theatergruppe jedes Jahr auf die Bühne bringt.

Viele der jungen Darsteller sind schon alte Hasen. „Um Kinder für die Theaterarbeit zu begeistern, ist es wichtig, sie mitwachsen zu lassen,“ sagt Dirk Kaußen. So wie die Hauptdarstellerin Sonja Vondenhoff, die als Stern im Stück „Alice im Wunderland“ mitspielte und jetzt das Urmel mimt. Doch für einige ist dieser Samstagnachmittag in doppelter Hinsicht eine Premiere. Für Kaußens Sohn Tim ist es das erste Mal. „Das zeichnet unsere Bühne aus. Die Mitglieder bringen immer wieder auch Freunde oder Familie mit ein. Man könnte uns auch Familie 78 nennen“, so Dirk Kaußen. Auch, wenn er bereits seit acht Jahren dabei ist, hat er immer noch etwas Lampenfieber vor der Vorstellung. „Das muss auch so sein. Aber unsere Kinder sind da irgendwie cooler.“ Der Saal ist an diesem Premierennachmittag ausverkauft. An Tischen verteilt haben die Erwachsenen Platz genommen. Doch ganz vorne sitzen die wichtigsten Gäste – die Kinder. „Kinder sind ein kritisches Publikum“, weiß Dirk Kaußen. „Erwachsene sehen schon mal über eine Panne hinweg, aber Kinder nehmen das sofort auf.“

Doch zum Glück gibt es keine Pannen und die Kinder gehen richtig gut mit. Das müssen sie auch, denn immer wieder werden sie in die Handlung mit eingebunden, müssen beispielsweise mit Ideen helfen, wie man das Urmel vor dem schießwütigen König schützen kann. Nach einer guten Stunde ist das Stück aus. „Hat es euch gefallen?“, fragt Kaußen sein Publikum auf den vorderen Rängen. „Jaaa“, kommt es dutzendfach zurück.

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