Spätsommerliches Markttreiben rund um Dom und Rathaus

Von: Felicitas Gessner
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Puppenwelt: Wie diese kleinen
Puppenwelt: Wie diese kleinen Meisterstücke aus dem Kinderzimmer gab es rund um Dom und Rathaus tausende unterschiedliche kunsthandwerklichen Gegenstände zu bewundern. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Zufrieden schaukelt der kleine Sven in der großen Hängematte im Schatten des Doms. Keine Angst, die sanft schwingende Matte aus starken Seilen ist gut befestigt im passenden Holzständer.

Nur ungern räumt der kleine Mann seinen Platz, um den nächsten Anwärtern Raum zu schaffen, derweil seine Eltern sich die vielen unterschiedlichen Strickleitern am Stand der Hängemattenmanufaktur Moorwindhof anschauen und überlegen, welche am besten für ihren Garten geeignet ist.

So oder ähnlich fand jeder der vielen tausend Besucher am Wochenende auf dem 36. Europamarkt der Kunsthandwerker etwas, das es zu bewundern oder gar käuflich zu erwerben galt. 600 Aussteller an 300 Ständen sorgten bei spätsommerlichem Wetter rund um Rathaus und Dom für buntes Markttreiben. Kunsthandwerker aus ganz Deutschland, aber auch aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Polen, Ungarn und Spanien zeigten den großen und kleine Besuchern, die sich zwischen den Ständen drängten, die große Bandbreite handwerklichen Designs.

„Viele Besucher kommen schon ganz gezielt zu uns, um sich über unsere verschiedenen Sonnensegel zu informieren”, sagte Aino Ahrend aus Aachen, der seit 13 Jahren Stammkunde auf diesem Markt. Ähnliches wusste Dieter Werner zu berichten, der gegenüber des Rathauses vielfältigste Holzobjekte für den Garten anbot. Vor allem seine bunten Vogelhäuschen hatten es den Besuchern angetan. „Viele kaufen hier schon Weihnachtsgeschenke ein, denn wo gibt es so viele Unikate an einem Platz?”, freute sich der Handwerker über treue Kunden, die Jahr für Jahr den Weg zu ihm finden.

Neben Holzpuppen und Filzhüten gab es Edelstahl-Mobilés, Marionetten, Musikinstrumente, ja sogar Lautsprecherboxen aus Stein oder feinste Arbeiten von Kalligraphen zu bewundern. Viele Handwerker zeigten darüber hinaus ihr Können und machten die Kaiserstadt zu einer lebendigen Werkstatt. Da tat es gut kurz beim kleinen Marionettentheater auf dem Münsterplatz zu verweilen und dem Clown am Klavier zuzuhören und die an ihren Fäden tanzende Strandschönheit zu bewundern. Oder dem Gitarren- und Geigenduo im Schatten des Doms zu lauschen, Kräfte zu tanken, um sich erneut mit den vielen anderen Besuchern über den Kunsthandwerkermarkt treiben zu lassen.

Sehenswerte Ausstellung im Krönungssaal

Ein Abstecher wert war auch die Ausstellung im Rathaus, wo im Krönungssaal beim Forum der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg jüngste Examensarbeiten junger Talente gezeigt wurden.

Studenten der Aachener Akademie, der Akademie Gestaltung im Handwerk Münster und der Fachhochschule Düsseldorf präsentierten kreative Möbel, Lampen, Kleidungsstücke und Schmuck. Wie das Holzboot ohne Kiel oder der Tisch mit der wirklich außergewöhnlichen Form gab es hier Richtungsweisendes und Extravagantes gleichermaßen zu bestaunen.
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