Soziales und Wohnen unter einem Dach

Von: Matthias Hinrichs
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Aachen. Über mangelnde Auslastung seines neuen Schreibtischs wird der designierte Personaldezernent Markus Kremer nach seinem Amtsantritt jedenfalls nicht klagen können.

Mit dem rasanten Anstieg der Flüchtlingszahlen auf der einen und weiterhin eklatanter Wohnungsnot auf der anderen Seite stehen zwei entscheidende Herausforderungen im Brennpunkt aktueller Bemühungen zur Umstrukturierung großer Teile der Verwaltung. Bis zum Ende des Jahres sollen die Fachbereiche „Wohnen“ und „Soziales und Integration“ in einem neuen Fachbereich „Wohnen und Soziales“ zusammengelegt werden.

Am Donnerstag soll das seit langem geplante Projekt im Personal- und Verwaltungsausschuss des Rates auf die Zielgerade einbiegen: „Wir gehen davon aus, dass wir auch die Leitungsposition bis zum Herbst besetzen können“, sagte Daniela Lucke, SPD-Ratsfrau und Vorsitzende des Gremiums, am Mittwoch auf Anfrage. Ausschreibung und Assessmentverfahren sollen in Kürze auf den Weg gebracht werden.

„Wir halten die Maßnahme für essenziell, weil es viele Verknüpfungspunkte und Zusammenhänge auf beiden Arbeitsfeldern gibt“, betont Lucke. Auch der städtische Personalrat stehe den Plänen prinzipiell positiv gegenüber. Zumal der Chef des Fachbereichs Wohnen, Hans Körfer, in Kürze aus dem Dienst scheidet und die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage für die Politik auf eine Fülle von neuen Zuständigkeiten hinweist, die in jüngerer Zeit institutionalisiert worden sind – etwa im Hinblick auf Quartiersmanagement, Kommunales Integrationszentrum oder Bildungs- und Teilhabegesetz. Zwecks „zentraler Bündelung“ soll zudem die derzeit beim Fachbereich Immobilien angesiedelte Abteilung zur strategischen Wohnraumförderung in den neuen Fachbereich „Wohnen und Soziales“ verlagert werden.

Unabhängig davon führe an einer personellen Verstärkung im Sozialamt jetzt kein Weg vorbei, unterstreicht Lucke: „Durch die große Zahl von Asylsuchenden sind die Mitarbeiter dort völlig überlastet. Wir können hier nicht länger warten.“ Deshalb sollen jetzt im Ganzen vier neue Vollzeitstellen eingerichtet und die Betreuung von Flüchtlingen in einem eigenen Team von dann insgesamt sieben Sachbearbeitern sichergestellt werden. Entsprechende, weniger erfreuliche Konsequenzen bringt die Maßnahme im Stadtsäckel mit sich. Allein im laufenden Jahr sollen knapp 298.000 Euro für die personelle Aufstockung in den Haushalt eingestellt werden.

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