Aachen - „Sounds of the Suburbs“: Kultur macht junge Leute stark

„Sounds of the Suburbs“: Kultur macht junge Leute stark

Von: Svenja Pesch
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Hoffen auf rege Teilnehme junger Migranten: Sarah Niepenburg (Kreativbereich), Yvonne Eibig (Teamleitung Tanz), Elvira Kluck (Projektleitung), Oliver Wagner (Projektleitung) und Dr. Winfried Casteel (VHS) spüren den „Sounds of the Suburbs“ nach. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Es ist eines der größten und teuersten Bildungsprojekte, die es im Kreativbereich der Volkshochschule (VHS) je gegeben hat. Und es wird wohl auch eine Menge Herausforderungen mit sich bringen. Die Rede ist von „Sounds of the Suburbs“ („Klänge der Vorstädte“).

Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die VHS das Projekt, das sich an 14- bis 18-Jährige richtet, ins Leben gerufen. Das Oberthema lautet „Kultur macht stark“. Das Besondern dabei ist, dass die Teilnehmer aus Randgebieten der Stadt Aachen kommen und einen Migrationshintergrund haben.

Tanz, Musik, Fotografie...

Auch Schulabbrecher und arbeitslose, nicht schulpflichtige Jugendliche sollen angesprochen werden. Über drei Wochen lang werden sie in verschiedenen kreativen Modulen wie Tanz, Musik, Fotografie oder Graffiti unterrichtet. 35 Dozenten kümmern sich in dieser Zeit um die 150 Teilnehmer.

Eine hohe Zahl, bei der aber dennoch die Bedürfnisse des Einzelnen im Mittelpunkt stehen, wie Projektleiterin Elvira Kluck erklärt: „Wir stellen mit jedem einen individuellen Stundenplan zusammen, der seinen Bedürfnissen entspricht. Wir hoffen natürlich, dass die Teilnehmer hier nicht nur Spaß haben, sondern auch herausfinden, für was sie sich begeistern können, um dies vielleicht beruflich zu verfolgen.“

134 000 Euro wurden für das Pilotprojekt zur Verfügung gestellt. Start ist am 12. August, das Projekt endet am 31. August mit der Aufführung von „Sounds of the Suburbs“ in der Innenstadt. Alle kreativen Module werden dann dem Publikum in Form einer Revue präsentiert. Ob Tanz, Video oder Fotos: Die Teilnehmer finden ihre eigene Arbeit als Teil des Showprogramms wieder.

Das Gesamtpaket ist kostenlos und auch Mittagessen, Getränke und eine Busfahrkarte für das gesamte Aachener Stadtgebiet werden gratis zur Verfügung gestellt. Yvonne Eibig übernimmt die tänzerische Leitung sowie die Regie für die Abschlusspräsentation.

Sie hofft vor allem, dass die Jugendlichen mit viel Spaß und Elan dabei sind: „Es wird ganz sicher eine Herausforderung, denn hier treffen Menschen aufeinander, die sonst keine Berührungspunkte miteinander haben.“ Das Projekt sei integrativ und inklusiv da neben dem Jugendamt auch mit dem Autistischen Therapiezentrum zusammengearbeitet wird.


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