Sounds für die Tanzfläche und das Sofa

Von: Sarah Sillius
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Aachen. Musik für Außerirdische? Nein, ganz so ausgeflippt ist „Alien Radio” nicht, aber „teils futuristisch” schon, erklärt Kontrabassist Heiko Wätjen die Inspiration für den Bandnamen.

Nu Jazz ist das Genre, das er, Aram Schneider (Schlagzeug) und René Schwiers (Keyboarder), alle drei 31 Jahre alt, bedienen. „Dazu kommen moderne Grooves und etwas Drum´n´Bass”, beschreiben sie ihren Sound. „Die Musik ist also auch für Nicht-Avantgarde-Hörer zu verkraften”, scherzt Wätjen.

Das Trio will mit seiner funky Lounge-Musik viele Geschmäcker ansprechen. Zum Beispiel Leute, die chillige Musik im Stil von „Café del Mar” mögen oder die in den 60er/70er Jahren auf die Musik des US-amerikanischen Jazz-Musikers Herbie Hancock abgefahren sind. „Wir wollen eine Brücke schlagen zwischen Jazz-Affinen und Club-Gängern”, sagt Aram Schneider: „Jazz ist eher kopflastige Musik, deshalb kommt der tanzbare Club-Anteil dazu.”

Heiko Wätjen ist in der Aachener Musikszene kein ungeschriebenes Blatt. Er wirkt bei vielen Musikprojekten mit, zum Beispiel beim Party-Trio „Lagerfeuer-Musik” oder der Ska-Band „The Quicksteps”. Gar nicht so einfach, so viele Projekte unter einen Hut zu kriegen.

Dass es nicht immer ein einfaches Leben ist, wenn man sein Hobby zum Beruf gemacht hat, spürt auch Schneider. Wie Wätjen und Schwiers ist er Berufsmusiker und gibt Musikunterricht, um von seinem Talent leben zu können. „Manchmal ist es schwer, sich die Leidenschaft für die Musik zu erhalten”, gibt der Schlagzeuger zu. „Deshalb sind Bands, in denen man sich selbst verwirklichen kann, besonders wichtig.”

„Alien Radio” ist für die drei Musiker so eine Band. „Hier steckt viel musikalisches Herzblut hinter. Hier spiele ich das Instrument so, wie ich es meine”, sagt Heiko Wätjen.

Die Liebe zur Musik haben die Bandmitglieder schon in jungen Jahren entdeckt. Nach der Schule studierten sie Jazz in Maastricht und fanden dabei zusammen. Zwei Jahre lang haben sie an den Songs für ein erstes „Alien Radio”-Album gefeilt.

Jetzt ist es endlich soweit: Die Musiker haben ihren Proberaum im Bunker der Junkerstraße verlassen. „Der Dornröschenschlaf ist vorbei”, kündigt Heiko Wätjen an und freut sich mit seinen Bandkollegen auf die anstehende Release-Party am Sonntag im Dumont. Die drei hoffen, dass weitere Konzerte und Festivalauftritte folgen.

Momente, für die sich all die harte Arbeit lohnt. „Auf Konzerten muss man jeden Ton so spielen, als wenn es der Letzte wäre”, sagt der Bassist, und der Schlagzeuger fügt hinzu: „Wenn erstmal alle Instrumente aufgebaut sind, fällt alle Last von einem ab. Dann geht es nur noch um eins, ums Musikmachen.”

Die Band „Alien Radio” präsentiert am Sonntag, 13. Januar, um 20 Uhr ihr gleichnamiges Debüt-Album im Dumont, Zollernstraße 41. Karten (acht Euro) gibt es nur an der Abendkasse.
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