„Sommerloch“: Kanal war wohl schuld

Von: Stefan Herrmann
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Probleme am Kanal: Freitag war das Loch im Prager Ring teilweise wieder befüllt. Die Arbeiten hatten schon Donnerstagabend begonnen. Foto: Jaspers

Aachen. Dass sich das Sommerloch derart spektakulär mitten in Aachen auftut, hat sich niemand bei der Stawag gewünscht. Am Donnerstagabend war plötzlich der Straßenbelag auf dem Prager Ring abgesackt und riss ein rund drei mal drei Meter großes Loch ins Erdreich. Am Freitag suchten Experten des Energieversorgers fieberhaft nach dem Grund für die Aushöhlung.

„Wir sind uns sehr sicher, dass es am dort verlegten Kanal liegt“, erklärte Stawag-Sprecherin Eva Wußing am Freitag auf AZ-Anfrage. Klar ist: Die Behebung des Schadens wird noch einige Tage dauern. Bis Montag wird der Prager Ring in Höhe Feldstraße daher nur zweispurig befahrbar sein. Man kann von Glück reden, dass nichts Schlimmeres passiert ist, wenn man bedenkt, dass das Loch unter dem Belag rund anderthalb Meter tief war. Denn weit über 20.000 Autor rollen jeden Tag über die mit am stärksten befahrene Straße Aachens. Passanten hatten die Feuerwehr am Donnerstag kurz vor 20 Uhr informiert. Sie hatten einen Gasgeruch wahrgenommen. Daraufhin entdeckten Einsatzkräfte vor Ort die zunächst rund 30 Zentimeter große Öffnung, unter der sich die Aushöhlung verbarg.

Messungen hätten keine erhöhten Werte ergeben, sagte Wußing. Daher könne man ausschließen, dass Gas ausgetreten ist. Und auch die Hitze scheint nicht als Grund in Frage zu kommen. Da habe es, so Axel Costard vom städtischen Presseamt, auch im weiteren Stadtgebiet keinerlei Meldungen gegeben, dass der Asphaltbelag derart leide, dass man über Sperrungen hätte nachdenken müssen. „Asphalt wird bei 170 bis 180 Grad gekocht“, erklärt Costard. Da sei man selbst bei den aktuellen Temperaturen bis zu 40 Grad noch ein Stück weit von entfernt. Trotzdem: Spurrillen können sich bei dem heißen Wetter durchaus hier und da etwas verstärken, da das zähflüssige Material dadurch etwas beweglicher wird.

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