Solidaritätsfest: Im nächsten Jahr wird wieder gelaufen

Von: Lale Dalz
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Nachdenkliche Momente: Die Verantwortlichen des Solidaritätsfestes für Arbeitslosenprojekte erinnerten im Elisengarten an die Verantwortung für die betroffenen Menschen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es wäre der achte Solidaritätslauf gewesen, der am Samstag zugunsten von sozialen Projekten für Arbeitslose stattgefunden hätte. Dieses Jahr ging es aufgrund der Karlsausstellung leider nicht – der Lauf wurde durch ein Fest ersetzt.

Feiern statt Laufen für den guten Zweck. Die Sportschuhe mussten trotzdem nicht zu Hause bleiben. Sie konnten gespendet werden, um in Sozialkaufhäusern weiter verkauft zu werden.

Organisiert vom Büro der Regionaldekane Aachen-Stadt und Aachen-Land wurde ein vielseitiges Programm zusammengestellt, bei dem sich Betroffene und Mitarbeiter von Sozialen Projekten zu Wort melden konnten. Begleitet von der Wahlheimer Big Band lud das Programm des Solidaritätsfestes im Elisengarten zum Feiern und zum Nachdenken ein. „Arbeitslosigkeit kann beseitigt werden“, so Leo Jansen von Pro Arbeit. „Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass Menschen vom Arbeitsleben ausgeschlossen werden!“

Pro Arbeit ist der Dachverband von verschiedenen Projekten in der Städteregion. Stellen wie das Sozialkaufhaus „Patchwork“ in Herzogenrath, das Aachener Sozialwerk, die WABE oder „Frauen stärken Frauen“ bieten Maßnahmen, Ein-Euro-Jobs und Weiterbildungen an, um arbeitslosen Menschen Möglichkeiten zu bieten, wieder einer Beschäftigung nachzukommen.

Intensiv konnten die Besucher des Solidaritätsfestes sich in die Situation von Arbeitslosen einfühlen, als drei besonders mutige Betroffene selbst auf die Bühne kamen und aus ihrer persönlichen Erfahrung berichteten. Eines haben diese Menschen gemeinsam: Sie geben nicht auf, nehmen an Maßnahmen oder Weiterbildungen teil und wollen auf keinen Fall zu Hause bleiben.

„Am Tisch dieser Gesellschaft hat jeder seinen Platz“, formulierte Superintendent Hans-Peter Bruckhoff diese Botschaft. Darum gab es auch ein symbolisches „langes Brot“, das zum gemeinsamen Verzehr auf dem längsten Tisch aufreiht war. „Es gibt keine hoffnungslosen Fälle. Die Unterstützung darf gerade bei Langzeitarbeitslosen nicht aufgegeben werden!“, betonte Bruckhoff das Anliegen der kirchlichen Veranstalter, Bistum Aachen und Evangelische Kirchenkreis Aachen.

Darum werden auch weiterhin Aktionen stattfinden, um regionale Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zu unterstützen. Und nächstes Jahr heißt es dann auch wieder „Start frei!“. Nächstes Jahr wird wieder gelaufen.

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