Solar-Kreativ-Cup steht in den Startlöchern

Von: Jannis Mattar
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Sie kümmern sich in der Zukunft um Energiefragen: Die Schülerinnen und Schüler des Start-Ups zum „Solar-Kreativ-Cup“ 2014. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. An die Energiewende haben zahlreiche Unternehmen ihre Zukunft gekoppelt. Ob Solar- oder Windenergie, die Zukunft gehört der natürlichen Energiegewinnung. Doch der Übergang fällt nicht leicht.

Dem demografischen Wandel ist es geschuldet, dass in den kommenden Jahren viel Ingenieure und Wirtschaftler aus dem laufenden Betrieb ausscheiden und durch junge Absolventen ersetzt werden. Damit sich diese möglichst früh mit dem Thema auseinandersetzen, hat die Stadt Aachen in Zusammenarbeit mit der Stawag den „Solar-Kreativ-Cup“ ins Leben gerufen. Dieser Wettbewerb, der in diesem Jahr in seine zweite Runde geht, soll Schüler von weiterführenden Schulen durch Experimente und praktische Arbeit an diese Sparte der Elektrophysik heranführen. Dazu fand jetzt die Kick-Off-Veranstaltung für Teilnehmer der insgesamt fünf Schulen statt.

„Die Energiewende ist ein sehr brisantes Thema“, so Rudolf Roß, Bereichsleiter Netze der Stawag. „Die Politiker wollen leider allzu oft mit dem Kopf durch die Wand. Dabei war die Photovoltaik-Technik vor 20 Jahren noch verpönt.“ Auch Dieter Begaß, Fachbereichsleiter für Wirtschaftsförderung bei der Stadt Aachen, sprach von den „Schülern als Zukunft der Industrie“.

Man müsse sich um die Jugend bemühen und sie für die Sache begeistern. „Wenn ihr euer Abitur in der Tasche habt, werdet ihr sehr gute Chancen auf freie Ausbildungs- und Studienplätze haben“, versprach er den Teilnehmern. „Und es ist unsere Aufgabe und Hoffnung, euch für die wissenschaftlichen und technischen Fächer zu begeistern und euch einen Einblick in die Unternehmensarbeit zu ermöglichen. Allerdings sollt ihr dabei auch Spaß haben.“ Dazu sei der Solar-Kreativ-Cup eine ideale Möglichkeit, so Begaß.

Neben den Vertretern aus Wirtschaft und Verwaltung wollten auch Redner aus dem aktiven Schulbetrieb auf die Wichtigkeit und das Potenzial solcher Initiativen hinweisen. Schließlich sind Erfahrungen dieser Art nicht nur für Unternehmen, sondern auch für die teilnehmenden Schulen von Interesse. „Die Schüler bekommen die Möglichkeit, praktisch zu arbeiten und verschiedenste Dinge auszuprobieren. Das ist etwas, was sie im Unterricht sonst nicht in der Form geboten bekommen“, erklärt Wolfgang Heinen, Physiklehrer am Couven-Gymnasium. „Alle Teilnehmer lernen etwas über Technik, aber auch über Projektmanagement. Wie im richtigen Arbeitsleben also.“

Am Tag selbst konnten die Schüler nach einer kleinen Einführung die ausgeteilten Solarbaukästen begutachten und kleinere Versuche durchführen. Vier gemeinsame Termine mit Technik-Coach Christoph Schuhmann stehen in den kommenden Monaten auf dem Programm. Bis Anfang Juli haben die Gruppen Zeit, ihre Ideen und Projekte zu vollenden, ehe sie dann im Rahmen der Verbrauchermesse „Energie-Impulse“ der Stawag der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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