Sogar Zahnbürsten erschaffen Kunstwerke

Von: Hannah Lenkeit
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Für beide Seiten ein Gewinn: Angehende Heilerziehungspfleger der Käthe-Kollwitz-Schule und Senioren der Lebenshilfe haben ein gemeinsames Projekt auf die Beine gestellt. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Farbenfrohe Bilder, bunte Holzwürfel, jede Menge selbstgebaute Instrumente und strahlende Gesichter. Das Projekt der Käthe-Kollwitz-Schüler erwies sich bei der Präsentation der Ergebnisse als sichtlich erfolgreich.

20 angehende Heilerziehungspfleger hatten ihr Praxisprojekt der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen im Rentenalter gewidmet. In diesem Rahmen ermöglichte sich eine Kooperation mit der Lebenshilfe. Finanzielle Unterstützung erhielt das Projekt von der Aktion Mensch.

„Diese Praxisnähe und der frühe Kontakt zu Organisationen wie der Lebenshilfe ist sehr wichtig”, findet Lebenshilfe-Geschäftsführer Herbert Frings. „Ein halbes Jahr lang haben die Schüler sich einmal wöchentlich mit Rentnern und Rentnerinnen aus Einrichtungen der Lebenshilfe getroffen”, erzählt der betreuende Lehrer Andreas Comanns.

Gemeinsam mit den Bewohnern des Lebenshilfe-Hauses haben die Schüler vier Projekte erarbeitet und umgesetzt. „Es gab eine Musik-, eine Werk- und eine Naturgruppe und eine Gruppe, die sich mit Maltechniken auseinandergesetzt hat”, erklärt der angehende Heilerziehungspfleger Carsten Gouder.

Er ist einer der vier Betreuer der Werkgruppe. „Zusammen mit den vier Teilnehmern haben wir mit Wachs und Holz gearbeitet”, erzählt Gouder. Gemeinsam wurden bunten Kerzen hergestellt. Die Naturgruppe hat die Natur mit allen Sinnen erforscht. „Wir sind bei (fast) jedem Wetter spazieren gegangen”, erinnert sich die angehende Heilerziehungspflegerin Sabina Hamm. Die sechs Betreuer haben die vier teilnehmenden Bewohner bei ihren Spaziergängen besonders auf Geräusche, Gerüche und Dinge aufmerksam gemacht, die das Auge sonst nur flüchtig oder gar nicht wahrnimmt.

In der Eingangshalle des Lebenshilfe-Hauses hängen viele bunte Gemälde auf Leinwand, die die Teilnehmer der Malgruppe erstellt haben. „Die Bewohner haben mit den unterschiedlichsten Werkzeugen gemalt. Mit normalen Pinseln aber auch Zahnbürsten oder Strohhalmen”, erklärt der Betreuer Pascal Glauben. Die restlichen sechs Bewohner gehörten der Musikgruppe an. Hier wurde gesungen, geschunkelt und es wurden sogar Instrumente selbstgebaut. „Ein voller Erfolg”, findet auch Lebenshilfe-Geschäftsführer Frings. Das gesamte Projekt ist auf allen Seiten ausschließlich auf positive Resonanz gestoßen.
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