Aachen - Sogar eine Schulaula kommt als Notquartier in Betracht

Sogar eine Schulaula kommt als Notquartier in Betracht

Von: mh
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Notschlafplätze in der Schulaula der Alkuinschule: Auch diese Option schließt die Stadt jetzt nicht mehr aus. Ab März setzt sie auf neue Kapazitäten in vielen Objekten, die derzeit hergerichtet werden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Neben etlichen weiteren Turnhallen steht jetzt auch eine Schulaula auf der Liste der potenziellen Unterbringungsorte für Flüchtlinge in Aachen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Veranstaltungshalle der Alkuinrealschule an der Alkuinstraße vorübergehend als Notquartier für Asylsuchende bereitgestellt werden müsse, teilte das städtische Presseamt Montagnachmittag mit.

Weder seitens der Schule noch bei der Stadt waren dazu am Montag nähere Auskünfte zu erhalten. „Wir gehen davon aus, dass wir im Fall der Fälle rechtzeitig über die Maßnahme in Kenntnis gesetzt werden“, sagte Schulleiterin Andrea Sohn auf Nachfrage.

Ob die Aula in absehbarer Zeit tatsächlich vorübergehend genutzt werde, sei allerdings offen, erklärte Evelin Wölk vom Presseamt. Derzeit werde geprüft, wie viele Flüchtlinge dort notfalls unterkommen könnten – „aber nur für den Fall, dass alle anderen Möglichkeiten tatsächlich ausgeschöpft sein sollten“. Insbesondere für den Zeitraum zwischen Anfang Februar und Mitte März müsse die Option in Betracht gezogen werden.

Danach erwarte die Stadt eine Entlastung der Kapazitäten, weil diverse Unterbringungsmöglichkeiten bis dahin wohl zur Verfügung stünden – etwa in sogenannten mobilen Wohneinheiten an der Adenauerallee, in einem von der Stadt gemieteten Objekt an der Debye-straße und auf dem Gelände des Westbahnhofs, das das Land derzeit vorbereitet.

Für die kommenden Wochen und Monate wird mit rund 30 Ankömmlingen pro Tag gerechnet. Deshalb sollen nun auch die Turnhalle der Alkuinschule sowie die Hallen in der Luisenstraße, in der Hanbrucher Straße und am Nerscheider Weg in den Blick genommen werden. Dort könnten knapp 300 Menschen einquartiert werden. Ab Mitte März erhofft die Stadt sich dann eine gewisse Erleichterung bei der Unterbringung der Flüchtlinge. Auch Objekte an der Roermonder Straße und der Tempelhofer Straße seien bis dahin hergerichtet. Zudem werde die Fertigstellung von verschiedenen Wohnungen durch die Gewoge erwartet.

Die betroffenen Schulleitungen und Vereinsvorsitzenden seien informiert. Sowohl der Schul- als auch der Vereinssport in den Turnhallen könne aber bis auf Weiteres ungehindert stattfinden.

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