Sogar die Feuerwehr steckt im Baustellenstau fest

Von: Robert Esser
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Verkehrschaos programmiert: Ge
Verkehrschaos programmiert: Gestern wurden im Auftrag des Stadtbetriebs beide Fahrspuren auf dem Adalbertsteinweg stadtauswärts am Justizzentrum wegen Asphaltarbeiten gesperrt. Zeitgleich laufen aber bereits seit Wochen stadteinwärts Baustellen von NetAachen, die eine Fahrspur blockieren. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Das Verkehrschaos war programmiert. Ungezählte Autos standen am Montag auf der Hauptverkehrsachse Adalbertsteinweg im Stau - in beide Fahrtrichtungen. Denn: Obwohl seit Wochen Baustellen auf dem Adalbertsteinweg Autofahrer behindern, die stadteinwärts unterwegs sind, hat der Stadtbetrieb auf der gegenüberliegenden Straßenseite am Montag beide Fahrspuren gesperrt.

Hier sollen nach Auskunft des städtischen Presseamts „lange geplante Asphaltarbeiten” in Höhe des Justizzentrums erledigt werden.

Weil bei der Einrichtung des Asphaltbaustelle nicht einmal die Linksabbieger-Ampel stadtauswärts Richtung Aretzstraße auf der einzig verbliebenen Fahrspur abgeschaltet wurde, reichte der Rückstau bereits über den Kaiserplatz hinaus. Doch nicht etwa eine fehrlerhafte Koordination der beiden völlig unabhängig voneinander laufenden Baustellen am Adalbertsteinweg sei für das Verkehrschaos veranwortlich, betonte das Presseamt, sondern fehlende Alternativen.

Nach Ferien noch schlimmer

„Ja, es gibt jetzt Staus in beide Richtungen. Aber nach der Schulferienzeit wäre alles noch viel schlimmer”, teilte das Presseamt auf AZ-Anfrage mit. Schon die Ausschreibung der Asphalterneuerung am Justizzentrum habe eine Durchführung der Baumaßnahme während der verkehrsschwächeren Ferienzeit vorgeschrieben. Und da die Schulferien nur noch bis zum 7. September dauern, habe die Baufirma jetzt unbedingt anfangen müssen, hieß es.

Tatsache ist allerdings, dass NetAachen die verlegung seiner Glasfaserkabel in alte Abwasserkanäle unter der fahrspur stadteinwärts noch im Laufe dieser Woche abschließen will. „Schon ab Dienstag beginnen wir mit dem Verfüllen der Baugruben. Spätestens am Samstag sollte der Verkehr dann stadteinwärts wieder ungehindert auf beiden Fahrspuren fließen können”, sagte der Sprecher des Kommunikationsdienstleisters, Thomas Schwabe.

Zeitgleich sollen übrigens auch - gegenüber - die umfangreichen Asphaltarbeiten beendet werden. Somit wird der Autoverkehr auf dem Adalbertsteinweg in dieser Woche weiterhin in erheblicher Weise in Mitleidenschaft gezogen. Und dies betrifft nicht nur dem Individualverkehr: Sogar ein kompletter Rettungszug der Berufsfeuerwehr, die mehrfach täglich von der Hauptwache an der Stolberger Straße vorbei an der Josefskriche Richtung Kaiserplatz rasen muss, stand bereits im Baustellenstau fest.

Ein Ausweichtermin der Asphaltbaustelle in der kommende Woche - wenn NetAAchen seine Löcher zugeschüttet hat - sei nicht zu realisieren gewesen, erklärte das Presseamt. Durch die vielen Regenfälle in diesem Sommer seien die ohnehin ambitionierten Ziele in Sachen Straßenbaustelle noch schwieriger zu erreichen. „Engpässe sind da nicht zu vermeiden”, teilte die Stadtverwaltung mit.

Denn weitere Straßenbauarbeiten lähmen rund um die Zollernstraße, den Boxgraben am Marschiertor und entlang der Vaalser Straße den Verkehrsfluss.
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