Soerser Sonntag: Tag der offenen Tür lockt zahlreiche Besucher an

Von: Annika Kasties
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Pferde ziehen immer, besonders in Babyformat: Neben dem Sport lockte am Sonntag auch ein umfassendes Rahmenprogramm in die Soers. Foto: Andreas Steindl
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Rund 30.000 Besucher tummelten sich am Sonntag auf dem Turniergelände. Foto: Andreas Steindl
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Edgar Hausen (l.) schenkte Michael Mronz eine Original-Eintrittskarte für die Olympischen Spiele 1972. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wenn es für Marie-Luise Jansen eine Veranstaltung gibt, die so eng mit ihrer Heimat verbunden ist wie Karl der Große mit dem Aachener Dom, dann ist das der CHIO. Um die Pferde zu bestaunen, sei sie früher mit ihren Freundinnen sogar verbotenerweise unter der Hecke auf das Turniergelände geklettert – „um den Eintritt zu sparen“.

Marie-Luise Jansen muss laut lachen bei der Erinnerung aus vergangenen Kindheitstagen. Unter Hecken klettert die 79-Jährige schon lange nicht mehr. Muss sie auch gar nicht. Schließlich lockte der Soerser Sonntag als traditioneller Tag der offenen Tür beim Weltfest des Pferdesports wie gewohnt bei freiem Eintritt in die Soers. 30.000 Besucher tummelten sich laut Veranstalter am Sonntag auf dem Turniergelände. Und Marie-Luise Jansen war sicherlich nicht die einzige Ur-Öcherin, die am Ende des Tages sagte: „Der CHIO ist einfach das Schönste im ganzen Jahr.“

40 Gäste auf der Medienbühne

Bereits um 11 Uhr zeigte sich, dass beim CHIO nicht nur Reitprofis auf ihren Pferden Hindernisse umgehen müssen. In den Gassen bildeten sich zwischen den rund 230 Ausstellern immer wieder große Menschentrauben, so dass die Besucher an einigen Stellen nur noch mit slalomartigen Wendungen vorankamen. Ein Ort zum Innehalten bot unter anderem das sieben Meter hohe Medienzentrum des Medienhauses Aachen.

Dort lockten die Moderatoren Robert Esser, Laura Beemelmanns, Katharina Menne und Tom Vogel vom Zeitungsverlag Aachen mit zahlreichen Fakten rund um das Turnier und darüber hinaus. Mehr als 40 Gäste aus Sport, Kultur und Gesellschaft gaben sich bei einem guten Dutzend Talks das Mikro in die Hände. So berichtete die 19-jährige Mara Meyer von ihren Erfolgen bei der Deutschen Meisterschaft im Paradressurreiten und warb dabei für den inklusiven Charakter des Reitsports („Der Reitsport ist bei der Inklusion Vorreiter.“).

Werbung in ganz anderer Hinsicht machten wenige Stunden später Frank Kemperman und Michael Mronz – nämlich für die Olympischen Sommerspielen 2032. Wenn der Turnierdirektor und der Sportmanager das Sagen hätten, würden dann die Reitwettbewerbe in der Aachener Soers stattfinden. Ein entsprechendes Konzept für die Spiele in der Region Rhein-Ruhr hatten Mronz und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet am Freitag vorgestellt. „Das wäre für die ganze Region sehr wichtig“, betonte Kemperman am Sonntag auf der Bühne des Medienzentrums. Und bekräftigte, dass der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) dieser organisatorischen Herausforderung durchaus gewachsen sei. Denn: „Sporttechnisch ist das sogar weniger aufwendig als der CHIO“, sagte der Niederländer, der selbst schon bei einigen Olympischen Spielen als Funktionär vor Ort war.

Unterstützung erhielt er dabei von Oberbürgermeister Marcel Philipp. „Wir freuen uns auf die Planungen, die anstehen.“ Einen möglichen Ansporn für diese Planungen kann sich Michael Mronz jetzt auch in gerahmter Form an die Wand hängen: Edgar Hausen, ein Brander Urgestein, schenkte ihm eine Original-Eintrittskarte zu den Olympischen Spielen 1972 in München. Einen Fan für die großen Pläne hat der Sportmanager also schon mal sicher. Ein spontaner, wenn auch nicht repräsentativer Stimmungstest unter den Zuschauern vor dem Medienhaus fiel ebenfalls positiv aus. Mronz’ Frage an das Publikum, ob die Olympischen Reitwettbewerbe 2032 in Aachen stattfinden sollten, beantworteten die Anwesenden mit lautem Applaus.

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