CHIO 2018: Ökumenischer Gottesdienst zum Start des Soerser Sonntag

Soerser Sonntag beginnt offiziell mit dem ökumenischen Gottesdienst

Von: Verena Richter
Letzte Aktualisierung:
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Die Schaubildgruppe Lobberich ist schon seit 2005 beim Soerser Sonntag und beim Ökumenischen Gottesdienst dabei. Und dafür haben sie schon fleißig geprobt. Foto: Andreas Herrmann
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Letzte Vorbereitungen: Damit zum Soerser Sonntag alles schön aussieht, wird noch bis zuletzt eifrig gearbeitet. Foto: Michael Jaspers
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Patricia Schürmann (links) und Bettina von Fallois bereiten den Gottesdienst am Soerser Sonntag vor. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wenn die Zeltstadt auf dem CHIO-Gelände noch schläft, wenn noch keine Besucher an den Auslagen vorbeiflanieren oder das offizielle Programm des Soerser Sonntags verfolgen, dann herrscht trotzdem an vielen Orten auf dem Gelände bereits geschäftiges Treiben – letzte Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür beim Weltfest des Pferdesports.

Denn eins ist sicher, die Zuschauer werden am Publikumstag am Sonntag bei freiem Eintritt wieder zu Tausenden in die Soers strömen. Und viele von ihnen haben einen Termin dabei fest eingeplant: den ökumenischen Gottesdienst im Dressurstadion, der um 11.30 Uhr beginnt und den offiziellen Startschuss für den Soerser Sonntag markiert.

Rund 6000 Gottesdienst-Besucher waren es im vergangenen Jahr – eine stolze Zahl. „Der Gottesdienst ist gut besucht“, bestätigt auch Bettina von Fallois vom Aachen Laurensberger Rennverein (ALRV), fügt aber hinzu: „Es könnten aber gerne noch ein paar Leute mehr kommen.“

Bei der jungen Frau laufen die organisatorischen Fäden zusammen. Sie plant den Gottesdienst und weiß, dass es bei der rund einstündigen Veranstaltung auf viele Dinge ankommt. Einerseits, erklärt Bettina von Fallois, soll es ein schöner, festlicher Gottesdienst werden, bei dem es auch etwas zu erleben gibt. Andererseits soll es auch keine Show werden, sondern würdig zugehen. „Und es müssen Pferde vorkommen“, sagt sie schmunzelnd.

Pferde werden am Sonntagvormittag ganz sicher beim Gottesdienst dabei sein – und eine Menge anderer Tiere. Denn der Gottesdienst steht in diesem Jahr unter dem Motto „Arche Noah“, und da gehören Tiere natürlich dazu.

Dazu gehört aber auch ein ganzes Team, das zum Gelingen des Gottesdienstes beiträgt. Neben den beiden Geistlichen, Pfarrer Olaf Popien und Pfarrer Franz-Josef Radler, dem Kinder- und Jugendchor St. Katharina Aachen-Forst mit Kantor Frank Sibum, Aachener Tierhaltern und dem Fohlenhof Farbenfroh, der aus dem Allgäu anreist, ist wieder die Schaubildgruppe Lobberich mit von der Partie.

Die 64-Mann-starke Truppe von Patricia Schürmann weiß, was auf sie zukommt, schon seit 2005 bereichert die Schaubildgruppe Lobberich optisch den Gottesdienst. „Die haben schon so viel gemacht und haben trotzdem immer wieder tolle neue Ideen, was gut aussehen könnte“, sagt Bettina von Fallois anerkennend. Zum Beispiel wie man eine ganze Arche innerhalb weniger Augenblicke im Dressurstadion auf- und abbaut und welchen Anforderungen diese Arche standhalten muss. „Für mich war es zum Beispiel ganz wichtig, dass die Arche begehbar ist“, erklärt Patricia Schürmann, die bei dem Thema aber sehr schnell passende Bilder im Kopf gehabt habe, wie sie fröhlich erklärt. „Und daraus entwickelt sich dann der Rest.“

Trotzdem ist das Ganze kein Selbstläufer. Hunderte Kleinigkeiten müssen geplant und abgesprochen werden, zwischen Akteuren, die aber alle noch anderen Aufgaben nachgehen, die zum Teil viele Kilometer trennen, die einen vollen Kalender haben. Da gemeinsame Termine zur Vorbereitung zu finden, sei nicht ganz einfach, sagt Bettina von Fallois, die schon im September mit den ersten Planungen für den Gottesdienst beginnt und dabei viel beachten muss. Zum Beispiel, dass der Soerser Sonntag in die Ferien fällt. Das ist nicht ganz unwichtig, wenn ein Kinder- und Jugendchor den musikalischen Part übernimmt. Am Sonntag werden rund 80 Kinder und Jugendliche für den richtigen Ton sorgen.

Am Sonntag findet übrigens dann auch die einzige Probe mit allen Akteuren statt – unmittelbar vor der Premiere. Jeder für sich hat natürlich schon geprobt, aber alle zusammen können tatsächlich erst am Soerser Sonntag selbst proben.

Wenn also die Zeltstadt noch schläft und noch keine Besucher an den Auslagen vorbeiflanieren, dann herrscht im Dressurstadion längst geschäftiges Treiben. Ab 11.30 Uhr dürfen sich die Aachener von dem Resultat überzeugen.

 

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