So wird Naschen eine gute Sache

Von: Katrin Albrecht
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Einweihung des „Fair-o-Maten
Einweihung des „Fair-o-Maten”: Bürgermeisterin Hilde Scheidt und Schüler der Waldorfschule setzen ein besonderes Zeichen für fair gehandelte Produkte. Foto: Kurt Bauer

Aachen. „Herzlich willkommen in der Fair-Trade-Familie” - mit diesen Worten weihte Bürgermeisterin Hilde Scheidt den neuen „Fair-o-Maten” an der Freien Waldorfschule ein.

Rüttel- und sturzfest an der Wand verdübelt, steht der etwa 1,80 Meter große Automat nun im Trakt der Oberstufe, bestückt mit Frucht- und Sesamschnitten, Schokoriegeln und Schokoladentafeln. Von 60 Cent bis 2 Euro reicht die Preisspanne für die Pausennaschereien. Um die Bestückung und Wartung des Automaten kümmern sich die Schüler in Eigenregie. Unterstützung erhalten sie von Hausmeister Roman Kalisch, der nach Schulschluss die Leerung der Münzprüfer übernimmt. „Wir wollten schon länger einen Snackautomaten an unserer Schule”, erklärt Mira Li Heinen von der Schülervertretung.

Ein Zeitungsartikel über den Fair-o-Maten am Inda-Gymnasium brachte sie dann auf die Idee: „So etwas möchten wir hier auch!” Gemeinsam mit ihren Mitstreitern Carla Haas, Judith Meder, Levi Rosteck und Arian Hassanzadeh galt es nun, Lehrer und Eltern von der Idee zu überzeugen. In Margit Kalisch, die an der Schule Mathe und Kunst unterrichtet, fanden die Schüler eine Fürsprecherin. „Das Thema gesunde Ernährung spielt hier schon eine wichtige Rolle und ein Automat, an dem es Schokolade zu kaufen gibt, stieß schon auf Skepsis,” erzählt sie, „aber die Tatsache, dass es fair gehandelte Produkte sind, überzeugte viele.” Und nicht nur die Füllung punktet, der Automat ist ein umgerüstetes und aufgearbeitetes Altgerät, das völlig ohne Strom auskommt. Um an die süßen Leckereien zu kommen, ist nämlich etwas Muskeleinsatz gefragt.

Finanziert wurde der Automat vom Aachener Weltladen, der die „Fair-o-Maten” als Teil einer Informationskampagne zum fairen Handel für Schulen und andere öffentliche Einrichtungen zur Verfügung stellt. Der „Fair-o-Mat” an der Waldorfschule ist nach dem Inda-Gymnasium der zweite an einer Aachener Schule. „Ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg”, so Franz Bock, Geschäftsführer des Aachener Weltladens. „Seit einem Jahr ist Aachen Fairtrade-Stadt. Doch wir wollen uns nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern uns weiter bewegen.” Bereits drei weitere Aachener Schulen stehen auf der Warteliste für einen „Fair-o-Maten”. In den kommenden zwei Monaten sollen auch diese eingerichtet sein.
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