SMS Schumag in Aachen streicht 130 Jobs

Von: Stephan Mohne
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Schumag Symbolbild
Das Gelände der Schumag AG in Aachen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Schock beim Aachener Maschinenbauer SMS Schumag GmbH: Die Mönchengladbacher Firmenzentrale hat den rund 330 Mitarbeitern mitgeteilt, dass rund 40 Prozent der Belegschaft entlassen wird. 130 Jobs werden gestrichen.

Laut Betriebsrat hat mit diesem Ausmaß niemand gerechnet. Die SMS-Meer-Gruppe hatte die Maschinenbausparte des Traditionsunternehmens Ende 2008 gekauft und soll dafür 40 Millionen Euro gezahlt haben. Der andere Schumag-Teil, der Präzisions- und Normteile herstellt, baut derzeit ebenfalls massiv Stellen ab - 200 von rund 600.

Als Grund für den jetzigen Einschnitt bei der SMS Schumag wird die miserable Auftragslage angeführt. Betriebsrat und Gewerkschaft äußerten allerdings völliges Unverständnis darüber, dass nicht zunächst andere Auswege gesucht würden - zum Beispiel Kurzarbeit. Bei einem Besuch unserer Zeitung Ende April hatte die Geschäftsleitung denn auch verneint, dass für das Aachener Werk Kurzarbeit geplant sei.

Von Entlassungen war damals allerdings auch nicht die Rede. SMS-Meer-Chef Dr. Joachim Schönbeck hatte vielmehr betont, das Familienunternehmen - in allen Teilen der Gruppe zusammen sind 9000 Menschen beschäftigt - sei ein „stabiler Arbeitgeber”. In der Mönchengladbacher Zentrale war die Belegschaft zuletzt noch um 250 auf rund 1300 Mitarbeiter aufgestockt worden.

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