„Smart Emma“: Online und doch direkt vor Ort einkaufen

Von: Martina Stöhr
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Sie wollen „Smart Emma“ ans Laufen bringen; Reiner Priggen, Sarah Güsken, Stephan Printz, Ksenia Vereshchaga, Jan Bitter und Jörg Albrecht (von links). Foto: Harald Krömer

Aachen. Auf einer Online-Plattform Produkte namhafter Aachener Lebensmittel-Fachgeschäfte wählen und sich den bunten Warenkorb per Lastenrad nach Hause bringen lassen: So soll Einkauf in Aachen bald möglich sein. Laut Reiner Priggen, Landtagsabgeordneter der Grünen, warten viele ältere Leute auf ein solches Angebot.

Unter dem Namen „Smart Emma“ soll das Projekt im Sommer probeweise an den Start gehen. Es will den Einzelhandel stärken und Verbrauchern eine neue Form des Einkaufens ermöglichen. Die Plattform bietet eine große Auswahl an Aachener Fachgeschäften wie Bäckereien, Metzgereien, Fischgeschäfte, Feinkostläden sowie Obst- und Gemüseläden.

„Rund 20 Geschäfte sind inzwischen mit von der Partie“, sagt Sarah Güsken vom Institut für Unternehmenskybernetik. Und die Logistik steht laut Organisatoren auch bereits.

Rückmeldungen gehören dazu

„Die Fachgeschäfte klagen immer wieder, dass der Online-Handel ihnen das Geschäft kaputt macht“, meint Stephan Printz vom Institut für Unternehmenskybernetik. Online ihre eigenen Waren anzubieten, sei entsprechend eine große Chance für sie. Und um die Logistik und alles andere kümmern sich die Plattform-Betreiber.

Zurzeit arbeiten die unterschiedlichen Akteure noch eifrig an der Plattform und an den Apps, mit denen die teilnehmenden Geschäfte ausgestattet werden. In rund einem halben Jahr soll der Verkauf dann probeweise anlaufen. Die Testkunden geben dann regelmäßig Rückmeldung darüber, wie Online-Einkauf und umweltfreundliche Lieferung mit dem Lastenrad funktioniert haben.

Güsken ist überzeugt, dass es viele Kunden gibt, die ein solches Angebot schätzen. Und Priggen zeichnet das Bild vom Pendler, der im Zug sitzt und dort online in aller Seelenruhe Lebensmittel bei alteingesessenen Aachener Fachgeschäften einkauft, die er dann am Abend entspannt entgegennimmt: kein Stress mit den Öffnungszeiten, kein Stress damit, kurz vor Ladenschluss noch schnell einkaufen zu wollen.

„Smart Emma“ wird von der Europäischen Union und dem Land NRW gefördert. Die Stadt Aachen und die IHK sind Partner des Projekts. Neben dem Institut für Unternehmenskybernetik sind eine Reihe weiterer Unternehmen beteiligt, die ihre Erfahrungen in Logistik und Digitalisierung der Produktpaletten einbringen. Das Zentrum für Lern- und Wissensmanagement der RWTH übernimmt die benutzerfreundliche Gestaltung der Plattform.

Priggen zeigte sich beeindruckt von „Smart Emma“. Die Grünen im Landtag hatten unter dem Motto „Digitale Wirtschaft – Wirtschaft neu denken“ Kontakt mit Praktikern und Vorreitern von Projekten aufgenommen, um zu erfahren, welche Möglichkeiten und Veränderungen sich aus dem digitalen Wandel ergeben und welche ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen mit digitaler Wirtschaft verbunden sind.

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