Skurrile Typen in der „Pension Hollywood“

Von: grz
Letzte Aktualisierung:
13045835.jpg
Zum Schreien komisch: Skurrile Charaktere bevölkern die „Pension Hollywood“. Der Haarener Turnverein brachte die Komödie am Wochenende in der Haarbachtalhalle zweimal auf die Bühne. Foto: Andreas Schmitter

Haaren. Sofie Laubenpieper möchte mit ihren Schwestern verreisen. Ihr Mann Hubert, der als Pensionsbesitzer alleine zurückbleibt, muss sich in der Zwischenzeit mit allerhand skurrilen Charakteren herumschlagen. Zuerst begegnet ihm Max Bierfreund, der glaubt, in seinem früheren Leben Indianer gewesen zu sein.

Als wäre das nicht genug, tauchen plötzlich ein Vogelliebhaber und eine Damenunterwäsche-Vertreterin auf. Und als dann noch zwei Bankräuber hinzustoßen, nimmt der Wahnsinn endgültig seinen Lauf.

170 Besucher bei der Premiere

Am vergangenen Wochenende führten die Komödianten des Haarener Turnvereins (HTV) ihr neustes Stück auf. „Pension Hollywood“ heißt es und wurde an zwei Abenden in der Haarbachtalhalle gespielt. Zehn Schauspieler wussten Jung und Alt über rund zwei Stunden hervorragend zu unterhalten. Es war das bereits vierte Stück der HTV-Komödianten.

Mit der Zuschauerresonanz zeigte sich Karl-Heinz Starmanns am Premierenabend sehr zufrieden; rund 170 Personen waren in die Haarbachtalhalle gekommen. „Wir werden hier schon seit Jahren sehr gut aufgenommen“, erklärt Starmanns in seiner Rolle als 2. Vorsitzender des Vereins.

Dabei ist das Theaterspielen selbstverständlich nicht die Kernkompetenz des HTV. „Wir zählen 486 Mitglieder, die alle möglichen Sportarten bei uns betreiben“, erklärt Lissy Hermanns, die 1. Vorsitzende des Vereins. Sie selbst ist unter anderem im Tischtennis und der Leichtathletik aktiv. Die Idee zum Theaterspielen hatte sie selbst.

„Schon seit über 50 Jahren führen wir jährlich ein Weihnachtsmärchen auf“, erklärt Hermanns. Dieses wird von Jüngeren gespielt und hat als Kernzielgruppe vor allem Kinder. Irgendwann seien aber auch einige Erwachsene auf sie zugekommen. „Und die fragten, ob sie nicht auch etwas in diese Richtung machen könnten.“ Gesagt, getan.

„Pension Hollywood“ heißt also nun die jüngste Episode in der schauspielerischen Historie des HTV. Dabei seien besonders die letzten Tage vor der Aufführung von Sonderproben geprägt gewesen, bekräftigen die Vorsitzenden. Das ganze Jahr über treffe man sich abgesehen davon einmal pro Woche, um das Schauspielen zu üben. An den Aufführungsabenden selbst waren etwa 30 Vereinsmitglieder in die Organisation eingespannt gewesen. „Requisiten, Bühnenbild, Verpflegung der Zuschauer: Wir finanzieren und kümmern uns um alles selbst“, so Starmanns.

Übrigens: Wer die HTV-Komödianten erleben möchte, muss nicht auf ihre jährliche Aufführung warten. „Uns kann man nämlich auch über unsere Internetseite für private Veranstaltungen buchen“, betont Starmanns. Anfragen hätte man bereits vorliegen, selbstverständlich sei man auch für weitere offen. Dass für das kommende Jahr eine neue Aufführung eingeübt werden soll, steht unterdessen schon fest. Drei Stücke seien in der engeren Auswahl, bald werde man sich entscheiden.

Aber vorher steht ohnehin noch etwas anderes an: Im Dezember wird der HTV „Räuber Hotzenplotz“ auf die Bühne bringen. „Das wird unser 54. Weihnachtsmärchen sein“, sagt Hermanns voller Vorfreude.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert