Sinfonie Orchester lädt zum Tanz für die gute Sache

Von: hpl
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Laden ins Theater: von links Veronika Schönhofer-Nellessen, Tim Hammer, Ulla Schmidt (alle Hospizstiftung), GMD Kazem Abdullah, Bürgermeisterin Margrethe Schmeer, Inge Nadenau, Manfred Vieweg (Hospizstiftung/Haus Hörn) und Bernd Wehbrink (HomeCare/Hospizstiftung, stehend). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die „Ungarischen Tänze“ von Brahms, die „Slawischen Tänze“ von Dvoák – das Sinfonie Orchester Aachen lädt zum musikalischen Reigen unter eher fröhlichen Vorzeichen. Obwohl oder gerade weil der Hintergrund eines Benefizkonzertes ein ernster ist.

Es geht nämlich darum, mit einem klangvollen Konzertabend am Samstag, 1. November, die Aachener Hospizstiftung und ganz konkret den Bau des neuen Hospizes am Iterbach zu unterstützen. Kultur und Soziales finden im Theater Aachen zum harmonischen Duett.

Im nächsten Jahr soll das zweite Aachener Hospiz neben Haus Hörn seinen Betrieb aufnehmen. Gewaltige Anstrengungen sind bereits unternommen – da passt das Engagement von Theater und Orchester perfekt, wie Ulla Schmidt am Montag bei der Vorstellung des Orchesterabends unterstrich. Die Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestages ist zugleich Vorsitzende des Kuratoriums der Hospizstiftung der Region Aachen und natürlich begeistert von diesem Engagement: „Wir danken außerordentlich Generalmusikdirektor Kazem Abdullah für sein Engagement, denn das gesamte Geld des Abends fließt in die Hospizstiftung. Wir brauchen das Geld.“ Der Generalmusikdirektor wird persönlich das Orchester dirigieren.

In den vergangenen zwei Jahren sind gewaltige Anstrengungen unternommen worden, um das Projekt für die Stadt und die Region Aachen zu verwirklichen. Von den notwendigen 6,5 Millionen Euro wurden vier Millionen finanziert, 1,6 Millionen sind über Spenden zusätzlich akquiriert. „Das reicht, um im kommenden Frühjahr den Betrieb aufzunehmen. Aber wir wollen ja noch zusätzliche Angebote verwirklichen“, skizziert der Schirmherr des neuen Hospizes, der Aachener Unternehmer Tim Hammer, den weiteren Bedarf.

Abdullah stellte am Montag im Theater persönlich das Programm des 1. November vor. Neben den „Ungarischen Tänzen“ und den „Slawischen Tänzen“ treten zwei Solisten auf, ein Student der Aachener Musikhochschule und die Aachener Altistin Marion Eckstein. „Und dann haben wir noch eine kleine Überraschung zum Schluss“, schmunzelte Abdullah. Im Anschluss an das Konzert besteht die Möglichkeit zum Austausch – auch über das Aachener Hospizwesen – bei einem kleinen Imbiss.

Zu Beginn des Abends werden Ulla Schmidt und Bürgermeisterin Margrethe Schmeer dem Publikum nochmals die Hintergründe des Benefizkonzertes erläutern. Das Theater selbst verzichtet an diesem Abend auf die Miete, so dass wirklich alle Einnahmen dem neuen Projekt zufließen werden. „Mit dem Kauf einer Eintrittskarte helfen Sie den Betroffenen und ermöglichen ein würdevolles Leben bis zuletzt“, ermuntern die Organisatoren des Konzertes auf der großen Bühne zum Besuch des Konzertes. „Wir wollen den Menschen auch die Angst vor dem Sterben nehmen“, unterstreicht Schmidt das anspruchsvolle Ziel, das jetzt ein Stück näher rückt.

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