Silke Halfmann ist neue Pfarrerin der Haarener Christuskirche

Von: Lars Odenkirchen
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Will möglichst vielen Menschen der Stadt die Hände reichen: Die neue Pfarrerin der Christuskirche, Silke Halfmann, ist von Superintendent Hans-Peter Bruckhoff ins Amt eingeführt worden. Foto: Andreas Schmitter

Haaren. Die Freude an ihrem neuen Arbeitsplatz steht der jungen Pfarrerin auch lange nach dem Ende des Gottesdienstes noch ins Gesicht geschrieben. „So aufgeregt wie heute”, erzählt Silke Halfmann, war ich schon lange nicht mehr.”

Kurz zuvor hatte Superintendent Hans-Peter Bruckhoff die Neu-Aachenerin in der vollbesetzten Christuskirche in Haaren als neue Pfarrerin eingeführt. „Sehr berührt” habe sie der Gottesdienst, erzählt Halfmann, „insbesondere der Chor „Calango” hat mich beeindruckt, das zeigt mir, dass es viele talentierte Menschen in der Gemeinde gibt und dass das Gemeindeleben gut weitergegangen ist.”

Halfmanns Weg bis nach Haaren war, trotz ihrer gerade einmal 35 Jahre, lang und kurvenreich. „In meiner Jugendzeit war ich der Kirche gegenüber immer sehr kritisch eingestellt”, berichtet die am Niederrhein geborene Theologin, „für das Studium habe ich mich nur entschieden, weil es mir sehr vielseitig schien.” Ihre Studienzeit, die Halfmann von Wuppertal über Berlin, Amsterdam, Bonn und Bochum wieder zurück nach Wuppertal führte, brachte die Skeptikerin dann aber doch dem Glauben näher. „Durch mein Studium habe ich meinen persönlichen Glauben erst gefunden”, erzählt sie, „ich habe gemerkt, dass die Geschichten aus der Bibel auch heute noch aktuellen Bezug bieten.”

Ihre eigene kritische Einstellung kann Halfmann im Gemeindeleben durchaus von Vorteil sein. „Ich verstehe jeden, der Fragen und Zweifel hat und kann gut auf diese Menschen zugehen. Dabei versuche ich aber, niemanden zu etwas zu überreden - ich kann nur Zeugnis von meinem eigenen Glauben ablegen.” Diese Einstellung wurde auch in der ersten Predigt der neuen Pfarrerin deutlich: Halfmann sprach über „Gottes Licht, das durch jeden scheinen kann”. Man solle sich nicht entmutigen lassen, wenn etwas mal nicht perfekt funktioniere und gerade in schwierigen Zeiten füreinander da sein. Dabei dürfe man sich vor Lob und Kritik nicht verschließen.

In Aachen wohnt die Pfarrerin nun schon seit einem Jahr, zunächst arbeitete sie an der Auferstehungskirche, um Pfarrer Martin Obrikat zu entlasten. Die Umstellung von Köln auf Aachen fiel ihr dabei nicht schwer. „Für mich zählen in erster Linie die Menschen. Hier in Aachen habe ich den Eindruck, dass die Mentalität doch noch ziemlich rheinländisch ist, und das passt mir gut.” Überhaupt ist der Umgang mit Menschen eine von Halfmanns Stärken.

„Ich glaube, ich kann gut Menschen miteinander ins Gespräch bringen. Mir ist es wichtig, eine vernetzte Gemeinde zu haben, dass Menschen ins Gespräch kommen, die das sonst vielleicht nicht tun würden.” Viel Wert legt die Theologin darüber hinaus auf die Jugendarbeit, und auch die Gestaltung vielfältiger Gottesdienste macht ihr Freude: „Da gibt es ganz verschiedene Formen. Ich muss nun nur noch heraus finden, was die Menschen hier mögen.”
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