Aachen - Sieben Schlägereien und 14 aufgebrochene Autos

Sieben Schlägereien und 14 aufgebrochene Autos

Von: mh
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Aachen. Die Bluttat eines Mannes, der seine Eltern offenbar bereits am 30. Dezember in deren Wohnung in Preuswald getötet hat (siehe Titelseite), und der dramatische Feuerwehreinsatz in Eilendorf überschattete auch am Freitag die Bilanz der Sicherheitskräfte zum Jahreswechsel.

Der 70-jährige Mann, der an Silvester in seiner Wohnung in der Hansmannstraße schwerste Brandverletzungen erlitten hatte, schwebt weiter in akuter Lebensgefahr, wie die Polizei berichtete. Dabei seien zwei couragierte Nachbarn aus dem Mehrfamilienhaus dem Senior zu Hilfe geeilt, berichtete Polizeisprecher Paul Kemen. Die Männer brachen die Wohnungstür auf und befreiten den Verletzten von brennenden Kleidungsstücken.

Ansonsten hielt sich das Stresspensum der Ordnungshüter in der Silvesternacht vergleichsweise im Rahmen. Sieben Mal wurde die Polizei im Stadtgebiet wegen Schlägereien alarmiert, in neun Fällen wegen Sachbeschädigungen. Zwei Verletzte gab es bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen von „Feiernden“ am Elisenbrunnen, die sich zunächst gegenseitig mit Böllern bewarfen und dann mit Fäusten aufeinander los gingen. Ein Mann musste seinen Rausch im Polizeigewahrsam ausschlafen. Vor einer Diskothek in der Blondelstraße wurde ein weiterer Unruhestifter in Gewahrsam genommen, nachdem er sich hartnäckig geweigert hatte, einem Platzverweis nachzukommen. Dort war ein Mann nach einem verbalen Streit ins Gesicht geschlagen worden.

Zu einem Mehrfamilienhaus in der Kleebachstraße musste die Feuerwehr ausrücken. Dort waren Silvesterkracher in einen Briefkasten geworfen worden. Es kam zu erheblicher Rauchentwicklung im Treppenhaus. Die Ermittlungen dauern an. In Haaren und Verlautenheide gerieten zudem mindestens 14 Pkw ins Visier von Vandalen. Die Seitenscheiben der Autos wurden eingeschlagen, viele wurden gründlich geplündert. Ein Zeuge hatte gegen 1.45 Uhr drei Jugendliche beobachtet, die sich an aufgebrochenen Autos im Bereich Mühlenstraße aufhielten und einen hölzernen Wagen im Schlepptau gehabt haben sollen. Ob sie mit den Taten in Zusammenhang stehen, ist bislang unklar. Um Hinweise wird gebeten unter 9577-31501 oder 9577-34219.

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