Aachen - Sieben Jahre Leerstand: Aseag fährt auf EBV-Carré ab

Sieben Jahre Leerstand: Aseag fährt auf EBV-Carré ab

Von: Robert Esser
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Erstbezug: Sieben Jahre nach dem Bau des 35 Millionen Euro teuren EBV-Carrés zieht jetzt mit dem Aseag-Kundencenter der erste Mieter in die unteren Etagen an der Peterstraße ein. Foto: Robert Esser

Aachen. Die peinliche Hängepartie soll nach sieben Jahren beendet sein: In die gläserne „Praline” des EBV-Carrés zieht das neue Kundencenter der Aseag ein. Dies hat der bevollmächtigte Immobilienmanager Heiko M. Heimbach aus Köln am Mittwoch auf Anfrage der Aachener Zeitung bestätigt.

Die Umbauarbeiten sind bereits angelaufen. Bislang ist das Aseag-Kundencenter - eher unscheinbar schräg gegenüber an der Peterstraße - im Bushof beheimatet. „Die Aseag wird drei Etagen der Praline übernehmen”, erklärte Heimbach. Ein Zahnarzt und ein Dentallabor, seit 2007 in der obersten Etage zuhause, sollen die restlichen Quadratmeter beziehen.

Damit wären die rund 1200 Quadratmeter des futuristischen Prestigekomplexes an der Ecke Schumacherstraße, der 2004 für 35 Millionen Euro errichtet worden war, erstmals vermietet. Die Odyssee des Carrés, das der damalige RAG-Vorstandsvorsitzende vollmundig als „Kristallisationspunkt urbanen Lebens” gepriesen hatte, verschliss mehrere Eigentümer. Nach der „Hückelhovener EBV-Immobilien GmbH”, der „RAG Aktiengesellschaft„ (ehemals Ruhrkohle AG), der Essener „Evonik Wohnen” und der Berliner „AHGrundbesitz GmbH” kümmerte sich ein Zwangsverwalter um die Immobilie. „Aufgrund dieser Historie war das Image des Objekts natürlich erheblich beschädigt”, erklärt Heimbach die Vermietungsmisere.

Das Objekt soll jetzt Eigentum eines Münchener Privatmanns sein, der laut Heimbach ungenannt bleiben will. Seit anderthalb Jahren forciert der Kölner Immobilienexperte die Vermarktung des Aachener Gewerbe-Ensembles. Offenbar mit Erfolg: „Wir stehen kurz vor der Unterzeichnung der Verträge mit einem auswärtigen Unternehmen, das die 2300 Quadratmeter des zur Praline gehörenden Langhauses komplett anmieten will”, sagt er. Dafür soll es für bis zu 2,5 Millionen Euro umgebaut werden. Den Namen des neuen Aachener Mieters will die Heimbach-Gruppe, die nach eigenen Angaben insgesamt 250.000 Quadratmeter Wohn- und Gewerbeflächen betreut, erst nach Vertragsabschluss benennen.

Besonders preiswert sind die Büro- und Gewerbeflächen im EBV-Carré übrigens nicht. Die einschlägigen Immobilienportale im Internet geben schon für eine Einheit von 220 Quadratmetern im Carré 2360 Euro Miete an - zuzüglich 340 Euro Nebenkosten.
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