Aachen - Sicherheitsprofis begleiten Garden auf Schritt und Tritt

Sicherheitsprofis begleiten Garden auf Schritt und Tritt

Von: Thorsten Karbach
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Aachen. Rosenmontag wird in Aachen mit Sicherheit ein Erfolg. Mit erhöhter Sicherheit. Dafür will Günter Hintzen, geschäftsführender Vorstand der Rathausgarde und Leiter des Rosenmontagszuges, sorgen. Bis zu 50 Sicherheitskräfte werden an wichtigen Punkten des Zugweges eingesetzt.

Hauptthema in den Besprechungen mit Polizei und Ordnungsamt waren aber die Wagenbegleitungen durch die Vereine. „Wir haben unser Sicherheitskonzept in den letzten Jahren immer wieder überarbeitet”, sagt Zugleiter Hintzen. „Dieses Konzept müsste ausreichend sein”, sagt Rita Klösges vom städtischen Presseamt.

Es gibt klare Vorschriften, wenn es um die Begleitung der großen Prunkwagen geht. Die Vereine oder Privatgruppen müssen sich um die sogenannten Wagenengel kümmern. Das sind bei kleinen Kutschen zwei, bei Wagen bis zehn Meter Länge vier und bei den ganz großen Geschossen sechs.

Alle müssen mindestens 18 Jahre alt sein, haben striktes Alkoholverbot und werden dem Ausschuss Aachener Karneval (AAK) aus Ausrichter des Zuges namentlich mitgeteilt. Es können Vereinsmitglieder, Bekannte aber eben auch professionelle Sicherheitskräfte sein. Der AAK vermittelt in diesem Jahr eine Security-Firma, wenn den Vereinen das Personal fehlt.

Die Verträge mit den Security-Firmen müssen die Zugteilnehmer letztlich selber schließen. Nicht ganz billig freilich. „Bei mehreren großen Wagen kann das schon mal 1000 Euro kosten”, weiß Hintzen. Er sagt aber auch, dass sich diese Investition letztlich rechnet. „Ich plädiere dafür, Security anzumieten, denn diese Leute sind geschult und haben Erfahrung. Je länger so ein Zug dauert, umso unvernünftiger werden die Menschen am Wegesrand. Da muss man erstmal mit umgehen können”, sagt der Zugleiter.

Die Wagenbegleiter müssen sich in diesem Jahr auch optisch von den Karnevalisten auf den Prunkwagen abheben. Mindestens Warnwesten müssen sie tragen. In der Vergangenheit war es oft gängige Praxis, dass die Narrenkappenträger zwischen Wagenbegleitung und Prunkwagen pendelten. Und dem Alkohol nicht immer abstinent abschworen. Darauf wird das Ordnungsamt achten.

Dem AAK ist bewusst, wie sensibel das Thema Sicherheit in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Die tragischen Vorfälle bei der Loveparade in Duisburg strahlen aus. Auch auf die Rosenmontagszüge. „Wir wollen den Vereinen nichts. Aber wir müssen uns als Veranstalter absichern”, sagt Günter Hintzen.
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