Sicherheit und Sauberkeit stehen ganz oben: Was bewegt Sie in Aachen?

Von: Albrecht Peltzer
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Wir haben nachgefragt: Was bewegt Sie in Aachen? Foto: ZVA/Günter Herfs

Aachen. Was bewegt Sie in Aachen? Welche Themen brennen Ihnen auf den Nägeln? Die Resonanz auf unsere Umfrage ist enorm. Tausende Aachener haben bisher unseren Fragebogen ausgefüllt, viele von Ihnen nutzten die Gelegenheit, selbst Problemfelder zu thematisieren. Der Fragebogen:

Braucht Aachen eine Umweltzone? Da ist die Meinung der Leser gespalten. Eine knappe Mehrheit der Befragten (53 Prozent) sagt, dass die Maßnahmen der Stadt zur Verbesserung der Luft ausreichen. Ein knappes Drittel (30 Prozent) hingegen ist der Meinung, dass die Umweltzone „längst überfällig“ ist. 17 Prozent gehen sogar noch weiter. Sie sprechen sich nicht nur für die Umweltzone aus, sondern favorisieren auch einen autofreie Innenstadt.

Braucht Aachen mehr Radwege? Für einen „schnellen Ausbau“ des Radwegenetzes sprechen sich 38 Prozent der Leserinnen und Leser aus, weitere 34 Prozent beantworten die Frage mit „eher ja, aber nicht auf Kosten von Parkplätzen“. Dass das Radwegnetz in Aachen ausreichend ist, meinen 28 Prozent.

Braucht Aachen eine größere Halle für Konzerte und Sport? Aachens Volleyballerinnen müssen mit dem „Provisorium“ an der Neuköllner Straße leben – für Profisport ist die Halle eigentlich zu niedrig –, oft diskutiert wird auch, dass neben den vielen Musik-Klubs und dem Eurogress ein geeigneter Raum für Konzerte mittlerer Größe – Stichwort „Haus für Musik“– fehlt. Sehen das die Leserinnen und Leser auch so? Ein klares Ja für ein Konzerthaus kommt von 38 Prozent der Befragten, lediglich 16 Prozent wollen Verbesserungen für die Volleyballerinnen. 48 Prozent sprechen sich aber strikt dagegen aus, dass die Stadt Aachen in Konzertsaal und/oder Sporthalle investiert.

Ist die Innenstadt sicher genug? Diese Diskussion ist im vergangenen Jahr nochmals massiv befeuert worden. Eine über mehrere Wochen andauernde Raubserie hat die Frage aufgeworfen, wie die Bevölkerung besser beschützt werden kann und welche Anforderungen an die Polizei gestellt werden. Dass genug Polizei in der Stadt unterwegs ist, glauben nur elf Prozent der Leserinnen und Leser. Zwei Drittel hingegen sind der Meinung, dass die Polizei präsenter sein soll. 23 Prozent sehen Bedarf für mehr Streifen auf den Straßen eher an Wochenenden. Die Frage, ob Aachen sicher ist, wird daher mit „eher nein“ beantwortet.

Braucht Aachen mehr bezahlbaren Wohnraum? Auch hier ist die Meinung in der Leserschaft eindeutig. „Ja, die Mieten sind zu hoch“, sagen 45 Prozent. Weitere 40 Prozent betonen, dass es „schwer ist, eine Wohnung zu finden“. Daher müsste das Angebot bezahlbaren Wohnraums verbessert werden. Gegen die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum sprechen sich 15 Prozent aus.

Mehr Polizeipräsenz

Das Thema Sicherheit nimmt bei unserer Umfrage auch in den Leserkommentaren einen breiten Raum ein. „Die Polizei ist nicht in der Lage, die Bürger zu schützen“, heißt es da mehrfach.“ Oder: „Die Sicherheit der Bevölkerung muss gewährleistet sein.“ Explizit heißt es in den persönlichen Anmerkungen: „Mehr Polizeipräsenz in der Innenstadt.“ Konkret benannt werden vielfach die Problemzonen rund um den Bushof und den Kaiserplatz.

Neben dem Sicherheitsaspekt taucht ein Thema immer wieder in den Kommentaren auf: Sauberkeit. Maßnahmen „gegen wilden Müll und Graffiti“, lautet eine Forderung. Die „Verbesserung der Sauberkeit auf den Straßen und Gehwegen“ steht bei vielen ganz oben auf der Agenda. Ganz konkret werden Politik und Verwaltung aufgefordert, griffige Konzepte zu entwerfen, um Aachen sauberer zu machen. „Ich schäme mich für die Stadt“, schreibt eine Leserin.

Dabei geht es nicht nur um die Innenstadt. Auch Bewohner von Außenbezirken beklagen ein schlechtes Erscheinungsbild. Dass das Problem aber auch mit Selbstkritik zu tun hat, hebt eine Leserin aus Rothe Erde hervor: „Die Bürger sollen selbst für mehr Ordnung sorgen“, meint sie.

Nach dem Radwegenetz wurde im Fragebogen gefragt, doch das Thema Radfahren in Aachen beschäftigt die Leserinnen und Leser auch darüber hinausgehend. Und hier ist es deutlich die Frage nach dem Verkehrsverhalten. Ganz so krass, wie es ein Leser formuliert, dürfte es nicht werden: „Radfahrer sollten einen Führerschein machen.“ Aber: Nummernschilder wie bei motorisierten Fahrzeugen könnten dazu beitragen, dass sich Radfahrer mehr an Vorschriften halten – diese Forderung ist häufig anzutreffen. Auch das deutlichere Ahnden von Verkehrsverstößen ist ein Thema.

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