Aachen - Sibirienhilfe: Zuhause ist mehr als ein Dach über dem Kopf

Sibirienhilfe: Zuhause ist mehr als ein Dach über dem Kopf

Von: Tim Habicht
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Hilfe für Sibirien: Die Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus um Schwester Maria Ursula starten Adventsaktion. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Nowosibirsk ist die drittgrößte Stadt Russlands und liegt knapp 6000 Kilometer entfernt von Aachen. In Sibirien stellt die katholische Kirche eine Minderheit dar. Dennoch oder gerade deswegen unterstützen die ArmenSchwestern vom heiligen Franziskus den Aufbau der kirchlichen Sozialarbeit in Westsibirien seit vielen Jahren.

Ganz konkret geht es um ein Kinderheim im sozialen Brennpunkt von Nowosibirsk. Spenden sind nötig, um den Kindern mehr als nur ein Dach über dem Kopf zu ermöglichen.

„Im Kinderheim St. Nikolaus befinden sich keine klassischen Waisenkinder, sondern Sozialwaisen. Die Kinder kommen aus zerrütteten Familien, in denen sie oft Gewalt erleben mussten“, beschreibt Schwester Maria Ursula Schneider, die selber sechs Jahre lang in Sibirien tätig war, die Situation der Kinder vor Ort. „Im Kinderheim erwartet sie eine hochklassige Versorgung.

Und das bezieht sich nicht nur auf die Verpflegung. Ein Freizeitprogramm wird ebenso geboten wie eine umfassende medizinische Betreuung und ordentliche Schulausbildung. Des Weiteren werden die Kinder zur Selbstständigkeit erzogen“, äußert sich Schwester Maria Ursula Schneider zu den Vorzügen des Kinderheims St. Nikolaus in Westsibirien.

Um dieses umfassende Programm weiterhin für alle 40 Kinder im Heim gewährleisten zu können, müsse auch leider über das Finanzielle gesprochen werden. Pro Kind komme man auf etwa 12,50 Euro täglich. Man ist weiterhin auf die Unterstützung von kirchlichen Institutionen sowie Privatpersonen angewiesen.

„Das Kinderheim St. Nikolaus übernimmt eine Vorreiterrolle in Russland und gilt aus Modellprojekt für weitere Heime“, äußert sich Verena Bauwens, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Armen-Schwestern. Der Erfolg des Heimes werde Jahr für Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Viele ehemalige Heimkinder kehren später als ehrenamtliche Helfer zurück.

„Wir zeigen den Kindern im Heim ein Leben, das nicht nur aus Hauen und Stechen besteht. Die Bewohner des Kinderheims sind eine große Familie, in der wir familiäre Werte vermitteln“, fügt Schwester Maria Ursula Schneider hinzu. Abschließend sagt die engagierte Schwester: „Die Gesamtfinanzierung ist einfach wichtig, um den Kindern eine schöne Kindheit zu bereiten.“

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