Servos: „Wir werden die GroKo rocken“

Von: Carolin Kruff
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Neu gewählter Vorstand der Aachener SPD: (v.r.) Mathias Dopatka (stellvertretender Vorsitzender),Ulla Schmidt (stellvertretende Vorsitzende), Karl Schuldheis (Vorsitzender), Ye One Rhie (Schriftführerin), Hans Keller (Kassierer). Foto: Heike Lachmann

Aachen. Große Überraschungen gab es beim Unterbezirksparteitag der Aachener SPD zwar nicht, dafür jede Menge gute Stimmung und Zukunftsoptimismus. Und auch wenn viele der Anwesenden in der Tivoli Lounge auf Garderobe in SPD-Farbe setzten, rot sah hier niemand – stattdessen deutet alles auf eine rosige Zukunft hin. Ja, man feierte sich selbst, vor allem die Ergebnisse der letzten Wahlen.

Ob Bundestagswahl, Europawahl oder Kommunalwahl mit den Spitzenkandidaten Björn Jansen (Oberbürgermeisterkandidat) und Christiane Karl (Städteregionsratskandidatin) – die Resultate sorgten für zufriedene Gesichter, auch wenn die Spitzenkandidaten sich nicht durchsetzen konnten. „In Aachen soll ohne die SPD nichts mehr möglich sein.

Es war an der Zeit, Schwarz-Grün abzulösen und wieder eine rote Handschrift einzuführen“, gab sich Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt in Ihrer Begrüßungsrede kämpferisch. Sie selbst bekleidet in der Wahlperiode 2013 bis 2017 ein SPD-Mandat für Aachen in Berlin und ist als erste Aachener SPD-Politikerin zur Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags gewählt worden.

Junge Mitglieder gewonnen

Den Wahlmarathon habe die Aachener SPD mit den richtigen Themen, Personen und vor allem bürgernahen Aktionen hervorragend bestritten, und nicht zuletzt dank des hohen Engagements der Ehren- und Hauptamtlichen in Aachen und der guten Zusammenarbeit des Unterbezirks mit den Ortsvereinen und dem Unterbezirk Kreis Aachen, resümierte der Unterbezirks-Vorsitzende Karl Schultheis.

Er wurde im Rahmen des Parteitags in dieser Funktion wiedergewählt. Die Aachener SPD konnte in den vergangenen Jahren vor allem viele junge Mitglieder gewinnen. „Unser Mitgliedermix ist sehr gut. Circa 35 Prozent unserer Mitglieder sind unter 35 Jahre“, so Schultheis weiter.

Das macht sich auch im Aachener Rat bemerkbar: 8 der 20 frisch gewählten SPD-Ratsmitglieder sind jünger als 40 Jahre. Ein Personalwechsel aus dem vergangenen Jahr stach während des Parteitags aber doch hervor: Der langjährige Geschäftsführer Theo Niewerth legte bereits im vergangenen Jahr nach 38 Jahren sein Amt als Geschäftsführer der Aachener SPD aus Altersgründen nieder. Diese neue Aufgabe übernimmt nun Stefan Mix, der gleichzeitig Geschäftsführer der SPD Kreis Aachen ist.

Im Mittelpunkt des Parteitags standen neben den Neuwahlen der Posten im Unterbezirk Aachen Stadt natürlich auch die Ergebnisse der kürzlich stattgefundenen Kommunalwahl und der Zusammenschluss mit der CDU zur Großen Koalition in Aachen. Sichtlich zufrieden zeigten dich Karl Schultheis und Michael Servos als neuer Fraktionsvorsitzender mit den Sondierungsgesprächen, die nach der Wahl mit der Aachener CDU geführt wurden.

„Diskussion muss weitergehen“

Beide Parteien und deren Ratsfraktion werden bis August eine Koalitionsvereinbarung ausarbeiten, die zunächst Projekte für die nächsten zwei Jahre beinhaltet. „Es hat sich gezeigt, dass wir trotz verschiedener Programme in eine ähnliche Richtung gehen, jedoch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit“, so Servos.

Für ihn ist klar: Die Aachener Bürger sollen aktiv eingebunden werden, um eine „solidarische Stadtgemeinschaft“ zu wahren. Ob Kinderbetreuung, Campus-Entwicklung, neue Ansätze in puncto Mobilität, Schaffung von bezahlbarem Wohnraum oder grenzüberschreitende Projekte in der Euregio – hier ist der Dialog mit den Bürgern erwünscht. „Die Welt können wir zwar nicht retten, aber das Beste für Aachen tun. Wir werden die GroKo rocken“, verkündete Servos selbstbewusst.

Ein flammendes Appell an das Gemeinschaftsgefühl der Aachener „SPD-Familie“, welches auch von Schultheis mitgetragen wird: „Die Diskussion muss weitergehen. Ich freue mich, dass ich bei dieser tollen Arbeit mitmachen kann.“

Hinweis: In einer früheren Version dieses Artikels war unter den stellvertretenden Vorsitzenden auch Daniela Jansen aufgeführt. Tatsächlich wurde sie zur Beisitzerin gewählt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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