September Special: So klingt Lust auf Aachen

Von: Thorsten Karbach
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Sie stehen hinter dem Septembe
Sie stehen hinter dem September Special: Macher und Sponsoren bei der Präsentation des Programms am Hof. Über die vier Bühnen geht die veranstaltung vom 13. bis 16. September. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Einen Himmel voller Geigen kann das September Special nicht bieten. Viel bodenständiger wird es vom 13. bis 16. September auf den vier Bühnen in der Altstadt werden - mit einem Katschhof voller Geigen, wenn Klaus, der Geiger mit einem riesigen Freiluft-Orchester aus Aachen und Köln neue Saiten aufzieht.

Es klingt allemal viel versprechend, was die Macher des September Special bei weiterhin freiem Eintritt an vier Tagen auf Katschhof, Münsterplatz, Markt und im Hof auf die Beine und vor allem die Bühnen stellen wollen.

Der Kulturbetrieb der Stadt Aachen und der Märkte und Aktionskreis (MAC) haben mit Jungen Concept und Uli Pesch von Burg Wilhelmstein Künstler aus aller Welt nach Aachen locken können. Doch der Star ist ein anderer: Aachen mit seiner herrlichen Kulisse. „Mit dem September Special zeigt sich die Stadt von ihrer schönsten Seite”, formuliert es MAC-Vorsitzender Willi Schillings.

Augenmaß und Freundlichkeit

Es wird mit Sicherheit ein musikalischer Hochgenuss - buchstäblich. Denn vor dem ersten Ton stand die Planung mit einem neuen Sicherheitskonzept. Es wurde ein Konzept der unsichtbaren Fortschritte. Gitter und Schleusen wird es auch in diesem Jahr nicht geben.

Stattdessen verspricht Schillings „Augenmaß und absolute Freundlichkeit”. Nach ungezählten Besprechungen mit Rettungs- und Ordnungskräften liege ein schlüssiges Konzept vor. „Das genügt allen Anforderungen”, betont Schillings, und mehr will er darüber auch nicht sagen, der Fokus wird von den Veranstaltern natürlich auf die Bühnen gerichtet.

Auf denen gibt es einen Programmwechsel: Der städtische Kulturbetrieb bespielt nicht mehr den Abend für Abend pickepacke vollen Hof sondern den wesentlich größeren Katschhof. Während sich das Riesenrad dreht bereiten Rick Takvorian und sein Team die Bühne mit ihrem Weltmusik-Programm. Und Takvorian verspricht: „Wir werden den Katschhof rocken.”

Willi Schillings meint alle Bühnen, wenn er „ein hervorragende Mischung” und ein „super Programm” bewirbt. Dafür stand im sechsten Jahr in Folge ein Budget von etwa 300.000 Euro zur Verfügung - dank treuer Sponsoren. „Wir verzichten bewusst auf große Headliner, aber jeder wird seinen Stil wiederfinden”, verspricht Yvonne Jungen.

Das Angebot reicht von legendärem Blues der (Officinal) Blues Band über den Öcher Abend und die Kinder- und Kulturwerkstatt der Bleiberger Fabrik bis zur schrillen moldawisch-Wiener Gipsy-Jazz-Formation „!DelaDap”. Pop, Rock, Ska, Funk, Soul, Acapella - so wird Aachen von allen Plätzen schallen. Und zigtausende anlocken. „Das September Special ist ein Selbstläufer. Es ist eine Marke, die sich etabliert hat”, sagt Oberbürgermeister Marcel Philipp. „Ein Ereignis von dieser Qualität vor der Kulisse bei freiem Eintritt ist etwas Besonderes.” Das neue Plakat ist dabei mit die größte Veränderungen eines bewährten Prinzips. Schillings: „Wir wollen Lust auf Aachen machen.”

Wieder mit Riesenrad

Die Vorbereitungen dafür laufen auf den sprichwörtlichen Hochtouren. Die Plakate sind gedruckt, sie zeigen die nächtliche Kulisse mit dem altbewährten Riesenrad. Eine runde Sache finden die Veranstalter bei der Präsentation des Programms am Hof - passenderweise untermalt von der Klarinette eines Straßenmusikers.

Der zählt nicht zum Programm des September Specials, dafür kommt die Britin Gabby Young, eine punk-affine Jazzdiva mit extravaganter Abendgarderobe und einem Hang zum Varieté. Na, das kann im besten Sinne heiter werden.

Für den MAC ist das September Special mit all seinen Facetten auch ein unbezahlbares Marketinginstrument. „Wir versprechen uns davon Impulse für den Einzelhandel”, sagt Schillings. Denn längst lockt das Special Besucher auch von weit hinter dem Nirmer Tunnel an. Einen Himmel voller Geigen werden sie auch in diesem Jahr nicht finden. Dafür wartet Klaus, der Geiger und mit ihm vier Tage ein wohlklingendes Musikprogramm.

Das Programm auf den vier Bühnen in der City im Überblick

Der Katschhof steht im Zeichen des Riesenrades - und musikalisch von Groove, Soul, Funk und Weltmusik: Am Donnerstag, 13. September, gehört die Bühne „Drums United”, am Freitag, 14. September, Butch Williams & The Funk Machine, am Samstag, 15. September, dem Peter Sonntag Quartett mit dem Rhythm&Brass Earth Ensemble und am Sonntag, 16. September, erst Geiger Klaus und dem Freiluft-Orchester Aachen-Köln und dann der Aachener Rockcombo Tideline.

Im Hof wird Musikkultur unter anderem aus Aachen präsentiert: Am Donnerstag spielt das Schlagsaiten Quantett, am Freitag die Michael Witte Band, am Samstag Richie Arndt & The Bluenatics und das Tilmann Schneider Swing Terzett und am Sonntag wird Tango für alle geboten.

Auf dem Markt sind am Donnerstag Colin Moore & Band, am Freitag die Britin Gabby Young & Other Ani-mals, am Samstag „!DelaDap” und die „Wheels” zu hören, bevor dann am Sonntag zunächst der Solidaritätslauf startet und beim Stawag Music Award - präsentiert von der Aachener Zeitung - unter sechs Finalteilnehmern die beste Nachwuchsband der Region gesucht wird. Abschließend gehört der Markt am Sonntag den britischen Blues-Legenden von „The (Official) Blues Band”.

Auf dem Münsterplatz wird wieder mit Öcher Note gefeiert. Donnerstagabend mit The White Elephants, Freitag beim Öcher Ovvend präsentiert von Manfred und Jan Savelsberg unter anderem mit Jupp Ebert, Samstag mit der Popband Vedette und The Quicksteps und am Sonntag mit „Mit ohne alles” und Katja Werker. Vor allen Bühnen gilt auch in diesem Jahr: Der Eintritt ist frei.

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