„September Special”: Nur Sieger beim Grand mit Vieren

Von: Matthias Hinrichs
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Stimmungsvoller Auftakt: Das S
Stimmungsvoller Auftakt: Das September Special ist gestern Abend voll durchgestartet - wie hier auf dem Markt mit dem Kanadier Colin Moore, dessen Stimme an seinen Landsmann Bryan Adams erinnert. Aufregung gab es kurz bei einem Feuerwehreinsatz, weil ausgerechnet an diesem Abend ein Feuermelder im Krönungssaal zum (Fehl-)Alarm anhob. Nach 20 Minuten Unterbrechung ging es aber weiter. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Keine Absperrgitter, keine eisernen Kontroll-Portale, keine „Not-Lazarette”: Fast könnte man meinen, Veranstaltungsmanageurin Yvonne Jungen und Renée Schulz vom OB-Büro hätten den nächsten „Grand mit Vieren” im Turnier der Tonkünstler ganz cool aus dem Ärmel geschüttelt - selbst ohne (Eintritts-)Karten.

Reicht ja, wenn der gemeine Konzertpilger allenfalls direkt unter den City-Bühnen ahnt, dass die „Cheforganisatorinnen” monatelang eifrig für den viertägigen Musikmarathon trainiert, will sagen, konzipiert, arrangiert, terminiert haben.

Die beherzten Damen zählen eben nicht von ungefähr zu den wichtigsten „Trümpfen”, wenn es um die reibungslose Organisation des „September Special” geht. Selbst wenn ihnen ein störrischer Feuermelder im Krönungssaal kurzzeitig einen Strich durch die Rechnung macht: Mitten im Konzert des kanadischen Rockbarden Colin Moore tritt gegen 21.15 die Feuerwehr auf den Plan. Die Musiker müssen 20 Minütchen zwangspausieren - ein Fehlalarm.

Auf dem Hof drängeln sich derweil die Fans gepflegter Gitarrenzaubereien erstmals punktuell in kanalisierten Bahnen: Das beschauliche Säulen-Forum ist nämlich nur noch aus Richtung Dom beziehungsweise über die Romaneygasse erreichbar, um dem klassischen „Nadelöhreffekt” entgegenzuwirken.

Die Swing-, Pop- und Latin-Klänge des „Schlagsaiten Quantetts” lassen sich ergo genauso entspannt genießen, wie die phantastischen Musiker das verdient haben. Allerdings behindert das niedrige Bühnenniveau und vor allem das Spanndach darüber die Sicht diesmal noch erheblicher, als die Hoffans es ohnehin gewöhnt sind.

Buchstäblich Schlag auf Schlag geht es auf dem Katschhof an die Trommelfelle, als die acht (!) Percussion-Stars von „Drums United” ihren grandiosen Groove auf Congas, Bongos, Djembe und Co. zelebrieren. Nur eines scheint zwischen den Menschenmengen - von wegen speziell - schon zum Auftakt dieses Cityfestes nicht gefragt: der berühmt-berüchtigte Mainstream. Auf dem Münsterplatz runden die „White Elephants” den Live-Reigen mit einer furiosen Rockshow ab, die nicht von ungefähr an die besten Bands der Sechziger erinnert - nicht nur Elefanten haben zum Glück ein langes Gedächtnis . . .

Fazit zum Auftakt: Die ersten Trümpfe im Kulturquartett namens „September Special” sind ausgespielt - viele spannende Begegnungen dürften bis Sonntagabend garantiert sein - auch ohne Feuerwehr.
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