September Special lockt mit „Lust auf Jazz”

Von: Christoph Classen
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Traumhafte Kulisse: Wie alle Veranstaltungsplätze avanciert der Katschhof mit dem Riesenrad beim September Special zum Magnet für die Massen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es geht um die Wurst. Und um Pommes, Flammlachs, Hähnchencurry und Haxen. Das lukullische Angebot ist reichhaltig beim September Special. Spielt aber nur die zweite Geige bei diesem Innenstadt-Event.

Am Samstagabend gilt die erhöhte Aufmerksamkeit der Gastronomen OB Dr. Jürgen Linden und einer Delegation aus Halifax. Die lassen es sich nämlich gerade in dem großen weißen Zelt auf dem Katschhof schmecken.

Wenige Meter weiter sorgen „Bab„s and Voices” für den dazugehörigen Ohrenschmaus. Jazz der 30ger und 40ger Jahre lässt die siebenköpfige belgische Formation von der Bühne rieseln. Tippelnde Füße und schnippende Hände bestimmen das Bild auf dem Katschhof, fürs Saxophon-Solo gibt´s Szenenapplaus. Dann ziehen „Babs and Voices” das Tempo an und nur das gigantische Riesenrad nebenan bleibt stoisch bei seiner gemächlichen Geschwindigkeit.

Apropos Geschwindigkeit: Die dürfte auch ein zuverlässiger Indikator für die Beliebtheit des kostenlosen Konzertreigens sein. Am Samstagabend geht es an den meisten Stellen jedenfalls nur noch in Trippelschritten vorwärts. Am Vorabend, dem Auftakt des September Specials, ist es genau so voll gewesen.

„Der Freitagabend war schon wesentlich besser als der im Vorjahr”, bestätigt zum Beispiel Gastronom Alwin Fiebus. Die passende Verpflegung ist wichtig, damit der Konzertreigen auch zukünftig für Besucher kostenlos bleibt.

Nicht umsonst hatte Manfred Piana vom MAC im Vorfeld darum gebeten, Getränke und Speisen nicht von daheim mitzubringen, sondern bei der eigens eingerichteten Gastronomie zu ordern. Das sei nämlich „ein wichtiger Einnahmefaktor” bei der Finanzierung des September Specials, so der Geschäftsführer des mitveranstaltenden „Märkte- und Aktionskreises City”.

Dass es sich lohnt, ab und an ins leibliche Wohl zu investieren, wird mal wieder im Hof deutlich. Die Premium-Plätze gibt´s es dann nämlich weiterhin gratis. Sie liegen auf der großen Steintreppe direkt vor der Bühne, wo an diesem Abend „Heiner Wiberny & Friends” mit modernem Jazz feinster Machart beglücken. Noch eine Stufe beliebter ist aber eine andere Treppe. Die hinauf zum Rathaus nämlich. Durch die Verlegung der Markt-Bühne sind dort (wieder) äußerst aussichtsreiche Stehplätze entstanden.

Am Samstagabend garantieren sie einen guten Blick auf „Jazzkantine.” Die Crossover-Formation bringt mit Rap-Reimen den Markt zum Kochen, bevor sie kurz danach mit Jazzigem ohne eine einzige Textzeile das Tempo wieder drosselt. Und die Musiker können mit beidem überzeugen.

Auch am Sonntag. Da sorgen die „Komm´Mit Mann!s”, „Räuberzivil mit Heinz Rudolf Kunze” und „The Police Rescue” für den guten Ton. Feurig ist es beim Tangoabend auf dem Katschhof. Das macht Appetit auf mehr in der kommenden Woche.
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