September Special: Es wird heiß - trotz des Aprilwetters

Von: Matthias Hinrichs
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Die Regen ging, die Massen strömten: Beim September Special gab es gestern Abend – wie hier mit Jaqee auf dem Katschhof – einen fetzigen Auftakt. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Sieht man mal großzügig vom heillos düsteren Aprilwetter-Tief ab, das sich spätestens am Donnerstag reichlich schamlos überm Talkessel breitgemacht hat: Zum Auftakt des September Special zeigte sich der Monat den Aachenern wieder von seiner schönsten Seite – und umgekehrt.

Angesichts der (fast) permanenten Schwermut der Öcher Wolken tanzte der sprichwörtliche Bär diesmal zwar zunächst nicht ganz so ausgelassen auf dem City-Pflaster. Doch dann pilgerten noch zahlreiche Fans in die Altstadt, um dem ersten musikalischen Dreierpack auf drei Plätzen die Ehre zu erweisen.

Die Macher des vibrierenden Open-Air-Spaßes hatten auch diesmal einen explosiv-exquisiten Mix der Stile und Temperamente auf die City-Bühnen gelotst. Auch wenn die Fans erstmals mit einer lieb gewordenen „Pöngel“-Tradition brechen mussten – der Hof bleibt als pulsierende Plattform der Live-Legionen diesmal wegen der aktuellen Kanalbauarbeiten außen vor. Dafür ging es auf dem Markt gleich mit den ersten Takten des Abends umso heftiger zur Sache.

Der Ray Collins Hot Club feierte sein Heimspiel im Grenzland, als seien die Lokalmatadoren mindestens so lange von der Bildfläche verschwunden gewesen wie ihr packender „Old School Rock’n’Roll“ aus so manchen Köpfen. Dass die Herren nach zahlreichen internationalen Tourneen längst eine weltweite Fangemeinde beglücken, verwunderte allerdings keine Sekunde. Ihre mitreißende Show ging sogleich in Bauch und Beine.

Unterdessen faszinierte Soul-Star Jaqee aus Uganda mit ihrer virtuosen Band und ihren mal melancholischen, mal fetzig-rasanten R’n’B-Interpretationen auf dem Katschhof. Und während sich die Reganwolken weitgehend verzogen hatten, ließ es dort so mancher auch auf dem erstmals präsentierten Wellenflug-Karussel rundgehen. Auf der anderen Seite des Doms kamen derweil die Freunde des guten alten britischen Pop auf ihre (nicht vorhandenen) Kosten. Das Rocktrio „T.E.A.“ servierte einen süffigen Sound à la Beatles, Oasis und Co. auf dem Münsterplatz.

Was noch? Reichlich! Bis Sonntagabend geben sich noch exzellente Musiker die Ehre – und schon morgen auch die Meister des schönsten Singsangs schlechthin, auch genannt Öcher Platt (siehe Info). Bleibt die Hoffnung, dass die Unkenrufe der Wetterfrösche doch noch in einem unerwartet sonnigen Septemberhimmel verhallen könnten. Die Prognosen sind allerdings alles andere als Musik in den Ohren: Fürs Wochenende soll der Öcher Reän sein Comeback planen.

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