Seniorinnen im Heim überfallen: Mehrfachtäter überführt

Von: heck/pol
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Einem 41-jährien Aachener hat die Polizei jetzt zwei Raubüberfälle auf Seniorinnen nachweisen können, die in Heimen leben. Symbolfoto: Colourbox

Aachen. „Eine ganz miese Tat“ nannte ein Aachener Polizeisprecher den Überfall auf eine 74-jährige Aachenerin. Die in einem Behindertenheim lebende, auf den Rollstuhl angewiesene Frau war am 27. Juli bedroht und beraubt worden. Nun ist der Täter ermittelt: Er hatte am folgenden Tag eine weitere Seniorin überfallen und war danach festgenommen worden.

Im nachhinein haben die Ermittler dem 41-Jährigen auch den Überfall auf die 74-Jährige nachweisen können. Am Tattag hatte der Mann an der Tür der Seniorin im Behindertenzentrum auf dem Driescher Hof geklingelt. Die ihr ganzes Leben lang im Rollstuhl sitzende, von Sozialhilfe lebende Frau (der Polizeibericht: „Ihr Lebensinhalt sind zwei Katzen, die sie in der Zweizimmerwohnung hält“) drückte vom Bett aus den Türöffner, da sie Besuch erwartete.

Der Räuber stürmte in die Wohnung, bedrohte die Fau mit einem Messer und verlangte Geld. Er nahm das gesamte Bargeld seines Opfers an sich: zehn Euro. „Weil ihm das zu wenig war, durchsuchte er fast eine Viertelstunde die Wohnung nach etwas, das er irgendwie zu Geld machen könnte“, berichtet die Aachener Polizei. „Als er nichts fand, knallte er die Türe zu und flüchtete. “

Die Überfallene erzählte erst einige Tage darauf ihrem Betreuer von dem Vorfall. Der alarmierte sofort die Polizei, die der 74-Jährigen Fotos von verdächtigen Tätern zeigte. „Ihren Peiniger erkannte sie als Täter wieder“, heißt es im Polizeibericht. „Er hatte auf den Bildern sogar die Kleidung an, die er beim Überfall trug.“

Den mutmaßlichen Täter mussten die Beamten nicht lange suchen. Er war bereits am Tag nach dem Überfall in der Innenstadt festgenommen worden, wenige Stunden nach einem zweiten Verbrechen. Der wegen verschiedener Raubdelikte aktenkundige 41-jährige Aachener ging dabei auf dieselbe Weise vor wie am Vortag. Am Mittag klingelte er an der Tür einer 71-jährigen Frau, die in einer Wohnanlage in der Zeise lebte.

„Als die Frau öffnete, bedrohte er sie sofort mit einem Messer und drängte sie in die Wohnung“, berichtet die Polizei. Der Eindringling forderte vehement Bargeld. „Als er dies bekam, nahm er sich den Wohnungsschlüssel, ging nach draußen und sperrte die Wohnungstür zu.“

Die Frau rief von ihrem Balkon ihrer Erdgeschosswohnung aus um Hilfe und sprang schließlich in den Vorgarten, wobei sie sich leicht verletzte. Sanitäter versorgten die von den Ereignissen schwer mitgenommene Seniorin im Rettungswagen.

Auch dieses Opfer konnte den Täter anhand von Fotos identifizieren - sie habe sich „beim Anblick des 41-Jährigen heftig erschrocken“, so die Polizei. Die Beamten ermittelten den Aufenthaltsort des Mannes, der einräumte, in der Nähe des Tatortes gewesen zu sein, ansonsten aber die Aussage verweigerte.

Die Ermittler halten es für möglich, dass es noch weitere Opfer gibt. Wer entsprechende Hinweise hat, wird gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 13 zu melden, Telefon 0241/9577-31301 oder 0241/9577-34210.

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